Neue „Mobilpunkte“ mit der Möglichkeit, Fahrräder zu leihen und abzustellen, stehen den Mülheimern ab sofort zur Verfügung. Die Idee dahinter: Wenn Fahrräder in den Stadtteilen an möglichst vielen Stellen und leicht zugänglich sind, werden sie auch häufiger genutzt. Vier solcher Fahrradstandorte hat die Stadt seit heute in Saarn und Selbeck aufgestellt.

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Diese „Mobilpunkte“ stehen an der Düsseldorfer Straße 63, an der Ecke Düsseldorfer und Langenfeldstraße, an der Ecke Lehner- und Quellenstraße und in Selbeck an der Ecke Kölner Straße und Stockweg. Im Mai 2025 wurden die vier Standorte in einem Bürger-Workshop ermittelt. Sie sind Teil des Forschungs- und Praxisprojekts „Be-Move“, das 2022 in Essen gestartet ist, und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird.
In Mülheim verfügen Haushalte über durchschnittlich 1,2 Autos, aber auch 1,6 Fahrräder

Ziel des Projekts ist es zu erforschen, wie sich zum Beispiel neue Mobilitätsangebote vor Ort auswirken. In Mülheim etwa verfügen laut Mobilitätsumfrage Haushalte im Durchschnitt zwar über 1,62 Fahrräder, 71 Prozent aller befragten Haushalte stehen mindestens ein Fahrrad zur Verfügung. Dagegen scheinen die Autos mit 1,2 Fahrzeugen pro Haushalt statistisch weniger verbreitet, 31 Prozent der befragten Haushalte besitzen mehr als ein Auto. In der Praxis jedoch nehmen Autos mehr Platz auf der Straße ein, sind sichtbarer als das Rad und werden vor allem selbst bei kurzen Wegen häufiger genutzt.
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Und nicht selten ist es einfacher, in ein Auto am Straßenrand einzusteigen als auf das Rad, das im Keller steht. Dabei ist es für Mülheim zentral, den Verkehrsanteil des Autos gerade auf solchen kurzen Strecken unter fünf Kilometern zu reduzieren, will es denn das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 oder gar 2040 erreichen. Laut Klimaradar der Stadt könnten jedes Jahr 7,1 Tonnen CO2 eingespart werden, wenn man es schaffen würde, Mülheim-weit 49 Millionen Kilometer zu Fuß und mit dem Rad oder mit der Straßenbahn anstelle des Autos zurückzulegen.
Wie also kann die Stadt die Nutzung des Fahrrads im Alltag weiter ankurbeln? Die neuen Fahrradstandorte sind zumindest ein Baustein, nachhaltige Mobilitätsangebote leichter nutzen zu können. Weitere Maßnahmen von „Be Move“ beschäftigen sich mit sicheren Schulwegen durch Schulwegchecks sowie betriebliches Mobilitätsmanagement.








