Mit Frauen aus China soll eine mutmaßliche Schleuserbande illegale Prostitution in Deutschland organisiert haben. Bei einer Razzia haben Beamte der Bundespolizei acht Wohnräume und Bordelle in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und Bundespolizei in Frankfurt/Main mitteilten.

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Bei dem Einsatz mit 280 Bundespolizisten sind demnach zwei Chinesen in Mülheim an der Ruhr und Braunschweig sowie ein deutscher Staatsangehöriger in Duisburg festgenommen worden. Gegen die Männer lägen Haftbefehle vor. In Duisburg gab es bereits vor einem halben Jahr Festnahmen wegen ähnlich gelagerter Fälle.
Die Frauen wussten vor der Einreise, dass es um Prostitution geht
Diese Fälle stünden in keinem Zusammenhang, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt/M. auf Anfrage: Allerdings handele es sich um einen „üblichen Modus Operandi“. Es gehe dabei nicht um Menschenhandel, betonte sie: Die Frauen kommen offenbar freiwillig, die Einnahmen werden geteilt mit den Organisatoren der Aufenthalte. Die Frauen hätten gewusst, dass es um Prostitution gehe. Sie kämen, um in kurzer Zeit möglichst viel Geld zu verdienen. In den allermeisten Fällen kehren sie nach ihrem Aufenthalt wieder nach China zurück. Ähnliches kenne man auch mit thailändischen Frauen.
Bundesweit organisiert: 1100 Anzeigen auf Erotikportalen
Die beiden chinesischen Staatsangehörigen gelten als Hauptbeschuldigte. Einer der beiden Männer, ein 32-Jähriger, soll den Frauen spätestens seit August 2024 bundesweit in Ferienwohnungen, Monteurunterkünften und Hotelzimmern die Prostitution ermöglicht haben. Er habe dabei unter anderem Preis- und Leistungsstrukturen vorgegeben. Der zweite Beschuldigte, ein 41-Jähriger, soll die Prostituierten auf Erotikportalen mit mehr als 1.100 Anzeigen beworben und Wohnungen organisiert haben. Zur Organisation seien über 160 Mobilfunknummern genutzt worden.
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Nach Angaben der Ermittlungsbehörden hatten die Frauen nicht die erforderlichen Aufenthaltstitel. Die Dienstleistungen der Prostituierten seien in mehr als 75 Kommunen in 14 Bundesländern angeboten worden. Die Wohnungen seien jeweils nach kurzer Zeit wieder gewechselt worden. Wie viele Frauen an der Prostitution beteiligt gewesen sein sollen, war zunächst nicht bekannt.
Ermittlungen wegen bandenmäßiger Schleusertätigkeit
Der dritte Festgenommene, ein 59-jähriger deutscher Staatsangehöriger, soll in Einzelfällen als Fahrer fungiert und vereinzelt Wohnungen in enger Absprache mit den weiteren Beschuldigten angemietet haben, wie es weiter hieß.
Die Ermittlungen wegen des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern, des Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen sowie der Steuerhinterziehung richteten sich gegen insgesamt fünf Beschuldigte. (dpa)







