Vor vier Monaten hat sich das Leben von Jennifer Heyna schlagartig auf den Kopf gestellt. Ihre Schwester wurde auf offener Straße abends beim Spazierengehen mit ihrem Hund niedergestochen und starb. „Vier Tage lang stand ich unter Schock, konnte nur schreien“, erinnert sie sich. Doch nun kommt ein weiteres schlimmes Erlebnis dazu. Die Mülheimerin soll ihre Wohnung verlassen. Ausgerechnet deshalb, weil sie den Hund ihrer Schwester zu sich genommen hat.

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Rückblende: Am Abend des 20. Februars ging die 28 Jahre alte Charlyn mit ihrem Hund Silas vor die Tür, als sie angegriffen und niedergestochen wurde. Charlyn starb noch am Tatort. Kurz darauf wurde eine 44-Jährige unter Mordverdachts festgenommen. Das Motiv soll Eifersucht gewesen sein.

Der Hund ist alles, was Mülheimerin von der Schwester bleibt

Der zwei Jahre alte Silas, ein Australian Shepherd, war treuer Begleiter der 28-Jährigen. „Für uns ist er wie ein Familienmitglied. Vor allem aber ist er das Letzte, was von meiner Schwester bleibt“, sagt Jennifer Heyna, die den Hund vier Tage nach dem Tod ihrer Schwester aus dem Tierheim zu sich holte.

Wohnungsgesuch Jennifer Heyda Mülheim
Jennifer Heyna sucht auch mit ungewöhnlichen Mitteln in Mülheim nach einer Wohnung, in der sie und ihr Partner mit einem Hund einziehen können.© Robin Brand | Robin Brand

„Im Mietvertrag steht, dass keine Tiere erlaubt sind und der Vermieter hat von Anfang an gedrängt, dass ich Silas wieder ins Tierheim gebe, aber ich kann es einfach nicht. Ich glaube, wir brauchen uns gegenseitig“, sagt die 35-jährige Dümptenerin. Es sei nun mal eine sehr besondere Situation, ihre Eltern seien krank und rein körperlich nicht dazu in der Lage, sich um den Hund zu kümmern. Ihn wegzugeben, kommt für sie nicht infrage.

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Seitdem werde sie gedrängt, die Wohnung zu verlassen. Die fristlose Kündigung sehe als letzte Frist den 31. August vor. Jennifer Heyna sagt inzwischen selbst: „Ich fühle mich überhaupt nicht mehr wohl in der Wohnung, ich möchte nur noch meine Ruhe.“

Ihr Traum: Sie, Silas und ihr Lebensgefährte Daniel möchten gern in der Nähe bleiben und ähnlich wohnen wie bisher. Sie suchen deshalb in Dümpten, Heißen, Winkhausen, eventuell auch noch Teilen von Styrum. Die Wohnung sollte mindestens 65 Quadratmeter groß sein, 2,5 bis 3 Zimmer haben und maximal in der 2. Etage liegen. Die Warmmiete sollte 950 Euro nicht übersteigen.

Wer weiterhelfen kann, kann sich per E-Mail melden unter jennidanny23@gmail.com