Ihr Name erinnert an die Zeiten, als Deutschland zwischen 1871 und 1918 ein Kaiserreich war: die Kaiserstraße in Mülheim. Ihren heutigen Namen bekam die Straße im Drei-Kaiser-Jahr 1888, als nach dem Tod von Kaiser Wilhelm I. für 99 Tage Kaiser Friedrich III. den Hohenzollern-Thron bestieg und nach dessen Krebstod Kaiser Wilhelm II. die Regentschaft übernahm.
Vor 1888 gab es die Straße auch schon - unter den Namen Holthauser Kirchpfad, Dungsweg und Dungsstraße. Die Dungsstraße erschloss laut Mülheimer Geschichtsverein die Feldlage „auf der Dung“ mit Besitzungen von Gertrud auf der Dung (Section D / Scharpenberg) und Hermann von der Dung (Section E / Oberbach). Im Zuge des Baus der Kasernen wurde die Straße ausgebaut und erhielt im November 1888 den Namen Kaiserstraße.
Mülheims Kaiserstraße beherbergte einst ein Infanterieregiment
Zu Kaisers Zeiten war diese Mülheimer Straße die Paradestrecke des Infanterieregiments 159. Dieses Regiment wurde 1899 vom damaligen Oberbürgermeister Karl von Bock, zum großen Gefallen seiner Mitbürger, nach Mülheim geholt. Garnisonsstadt zu sein, war im Kaiserreich ein Prestigeerfolg und ein Programm zur Ankurbelung der lokalen Wirtschaft. An der Kaiserstraße befand sich damals die Kaserne der 159er.


