Die Stadt Moers und der Blinden- und Sehbehindertenverein für Moers und Umgebung e.V. trauern um Heinz Peter Maas. „Über Jahrzehnte setzte er sich mit großem persönlichen Einsatz für die Belange von Menschen mit Behinderung ein – insbesondere für blinde Menschen und Menschen mit hochgradiger Seheinschränkung“, schreibt die Stadt. Maas ist am 19. September verstorben.

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„Die Nachricht über den Tod von Herrn Maas stimmt mich sehr traurig“, sagt Kirsten Wortmann, Behindertenkoordinatorin der Stadt Moers. „Auch wenn er aus gesundheitlichen Gründen zuletzt nicht mehr regelmäßig an den Beiratssitzungen teilnehmen konnte, stand er mir mit seiner Expertise bis zum Schluss zur Seite. Herr Maas hinterlässt eine große Lücke.“

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Seit 1998 nahm Heinz Peter Maas zunächst für den Paritätischen und später als Vertreter des Blinden- und Sehbehindertenvereins für Moers und Umgebung e.V. kontinuierlich an den Sitzungen des Beirates für Menschen mit Behinderungen teil. Sein Engagement reichte dabei weit über die politische Interessenvertretung hinaus. „An Schulen und in den beiden Moerser Krankenhäusern informierte er Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende in der Pflege über den Alltag blinder Menschen und sensibilisierte sie für deren Bedürfnisse“, schreibt die Stadt. „Auch seine eigene Erblindung hielt ihn nicht davon ab, sich bis ins hohe Alter aktiv einzubringen.“

„Wir sind unsagbar traurig und werden ihn vermissen“

Im Januar 2025 wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Mit Maas verliere Moers einen „engagierten Fürsprecher für Inklusion und Teilhabe, dessen Wirken über viele Jahrzehnte Spuren hinterlassen hat“. Karl Rudolf Slavernik, Vorsitzender des Beirates für Menschen mit Behinderung, würdigt den Verstorbenen: „Für uns im Beirat war er aufgrund seiner Erfahrung, seines Fachwissens und seiner Empathie ein verlässlicher Mitstreiter für unsere gemeinsame Sache. Wir sind unsagbar traurig und werden ihn vermissen.“

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Auch der Blinden- und Sehbehindertenverein nimmt Abschied von seinem 1. Vorsitzenden: „Im Mittelpunkt seines Wirkens stand stets das selbstlose Engagement für jene, die Unterstützung und eine starke Stimme brauchten.“ Der Kreis Wesel verliere eine herausragende Persönlichkeit, die sich über Jahrzehnte hinweg mit tiefem Mitgefühl, Tatkraft und Herzblut für die Gesellschaft und insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigungen eingesetzt hat.

Maas habe seine Lebenserfahrung, Fachkenntnisse und vor allem „seine menschliche Wärme bedingungslos in den Dienst der Allgemeinheit gestellt“, schreibt der Blinden- und Sehbehindertenverein. „Ein gelebtes Vorbild bürgerschaftlichen Engagements, das ohne Erwartung von Gegenleistung auskam.“ Neben dem Bundesverdienstkreuz wurde Maas bereits im Jahr 2007 die goldene Ehrenmedaille des Blinden- und Sehbehindertenverbands Nordrhein verliehen. „Sein unerschütterlicher Glaube an ein solidarisches Miteinander und seine tiefe Empathie haben Spuren hinterlassen, die weit über seinen Tod hinaus sichtbar bleiben werden.“