Der Freitag war heiß, sehr heiß. Am Abend zog dann eine Gewitterfront über den Niederrhein, die auch Moers, Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort traf. In Kamp-Lintfort hatte die Feuerwehr am Freitagabend einiges zu tun, wie Feuerwehrchef Michael Rademacher der Redaktion am Samstag auf Nachfrage sagte.

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Das Gewitter habe gefühlt eine Schneise am Kamper Berg gezogen. In Höhe des Edith-Stein-Geländes sei ein Baum auf die Straße gefallen, eine Straßenlaterne sei mitgerissen worden. Auf der Rheurdter Straße am Sportplatz sei die Straße gerade noch so eben mit dem Auto passierbar gewesen, führt Rademacher weiter aus. Hier lag die Fahrbahn auf rund 300 Metern voll mit abgerissenen Ästen. Auf der B510 zwischen Dachsberg und Kamper Berg sind zudem zwei große Bäume umgestürzt. Rademacher: „Die machten eine Durchfahrt unmöglich.“ Hier war ein Motorradfahrer gestürzt, der dann mit einem RTW in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die Kamp-Lintforter Feuerwehr war laut Rademacher zwei Stunden mit allen Einheiten im Einsatz.
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In Moers musste die Feuerwehr zwischen 22.08 und 3.22 Uhr insgesamt 45 Mal zu unwetterbedingten Einsätzen ausrücken, wie der Samstags-Einsatzleiter Frank Abari sagt. In vielen Fällen hatten sich die Einsatzkräfte um umgestürzte Bäume kümmern müssen. Ein Baum sei auf ein Auto gestürzt. Detaillierte Angaben konnte der Einsatzleiter noch nicht machen, man sei noch in der Auswertung.
Viermal wurde die Feuerwehr demnach zusätzlich alarmiert, weil Brandmeldeanlagen heulten. Hier habe es sich um Fehlalarme gehandelt, die vermutlich durch Wassereintritt in die Anlagen erfolgt seien. Am Freitagabend sind alle sieben Löschzüge und die Hauptwache im Einsatz gewesen, sagt Abari. Am Samstagmorgen ging es weiter mit der Aufarbeitung der Unwetterschäden. Allein bis zehn Uhr hat es weitere sieben Einsätze gegeben.
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Und auch in Neukirchen-Vluyn hatte die Feuerwehr jede Menge zu tun. „Das Sturmtief kam ja plötzlich wie vom Himmel gefallen“, sagt der Co-Chef der Feuerwehr, Thorsten Eckhardt. Alle vier Einheiten seien alarmiert worden und seien nachts bis etwa 1.30 Uhr im Einsatz gewesen. Er spricht von insgesamt 19 Einsatzstellen. „Hauptsächlich umgestürzte Bäume.“ Die hätten zum Teil einen ordentlichen Umfang gehabt.
An mehreren Stellen seien Bäume auf Autos gekracht, so etwa auf der Händelstraße und der Bruchstraße. Laut Eckhardt sind glücklicherweise keine Personen verletzt worden. Zudem seien Verkehrswege stark beeinträchtigt gewesen. Ein großer umgestürzter Baum habe die Tersteegenstraße am Schulzentrum versperrt.
Nach einer kurzen Nacht ging es am Samstagmorgen um 6.30 Uhr weiter. Insgesamt spricht die Feuerwehr am Samstagmorgen folglich von 22 Einsätzen. Alle übrigens im Ortsteil Neukirchen. Der Einsatz am Schulzentrum sei der weiteste in Richtung Vluyn gewesen.




