Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und das Osterfest ist schon wieder passé. Kurzum: Der Sommer rückt näher. Und damit auch die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika. Für den langjährigen Fußballfan Andreas Albrecht wird das Sportevent ganz besonders: Der Moerser darf die deutsche Nationalmannschaft gewissermaßen während der Vorbereitung auf das Turnier begleiten.

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In den deutschen Kader für die Testspiele im März hatte es der 51-Jährige wenig überraschend zwar nicht geschafft, im Zuge einer DFB-Fanaktion wurde Albrecht stattdessen jedoch mit seinem Namen auf dem offiziellen Mannschaftsbus des Teams von Julian Nagelsmann verewigt. So hat der Moerser die Nationalmannschaft bereits in den Testspielen gegen die Schweiz und Ghana als einer von 5000 Fans mit seinem Namen auf dem DFB-Bus unterstützt. Und das mit Erfolg: Beide Spiele konnten die Deutschen für sich entscheiden.

Andreas Albrecht auf dem DFB-Bus: „Ich habe damit gar nicht mehr gerechnet.“

„Ich habe seit Jahren den Newsletter des DFB abonniert. Irgendwann kam dann die Aktion ‚Dein Name auf dem Bus der Nationalmannschaft‘. Und wie das so ist, klickt man sich dann kurz durch und macht eben mit“, erzählt der zweite stellvertretende Bürgermeister der Grafenstadt den Anfang der Geschichte. Interessierte Fans mussten sich bereits im Dezember letzten Jahres um einen Platz am Bus bewerben, sodass Albrecht die Aktion schon wieder vergessen hatte. „Das war wirklich komplett aus meinem Gedächtnis, ich habe damit gar nicht mehr gerechnet. Umso größer war dann die Freude darüber, dass es geklappt hat.“

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Und auch mit der Platzierung seines Namens ist Albrecht mehr als zufrieden. „Von den mehr als 40.000 Bewerbern einer der Gewinner zu sein, ist ja schon super. Und dann ist mein Name auch nicht auf dem Dach, sondern recht prominent auf der linken Seite“, freut sich der MSV-Fan. Die Gewinner wurden vom DFB vor einigen Tagen per E-Mail informiert und konnten ihren Namen auf einem 3D-Modell online suchen. Andreas Albrecht ist zwischen dem „H“ und „L“ vom „Deutschland“-Schriftzug zu finden. „Mal schauen, wer dann an meinem Fenster sitzt, vielleicht ja Gnabry oder Kimmich“, scherzt Albrecht.

WM-Bus begleitet die Nationalelf bis zur Abreise nach Nordamerika

Tatsächlich vor Ort wird Andreas Albrecht die deutsche Nationalmannschaft im Sommer nicht begleiten, von zu Hause wird das Vorstandsmitglied des Moerser Stadtteilklubs TV Kapellen die Mannschaft aber kräftig unterstützen. „Ich gucke natürlich jedes Spiel, auch mitten in der Nacht. Wir haben da einen harten Freundeskreis, wie es im Sportverein eben so ist“, sagt Albrecht über die nächtlichen Anstoßzeiten aufgrund der Zeitverschiebung. Aus jenem Freundeskreis, mit dem Albrecht die WM verfolgen wird, musste er sich ein paar Scherze über seinen neu gewonnenen Platz auf dem DFB-Bus anhören. „Da kamen Sprüche, wie ‚Das ist ja wieder typisch für den Albrecht, der ist ja überall dabei‘“, erzählt der sich vielfältig engagierende Produktionsplaner lachend.

Im letzten Vorbereitungsspiel der Nationalelf gegen Finnland am 31. Mai begleitet Andreas Albrecht die deutsche Mannschaft dann noch einmal symbolisch vom Hotel zur Mewa Arena in Mainz, bevor es nach Nordamerika geht. Dort ist der Bus dann nicht mehr im Einsatz, Albrecht ist trotzdem zuversichtlich, dass Joshua Kimmich und Co. „mit dem Titel wieder zurückkommen werden“.