Bei der aktuellen Hitzewelle zieht es viele zur Abkühlung in die Freibäder in Herne. „Wir sind am Limit“, sagt Lothar Przybyl, Chef der Herner Bädergesellschaft. In der gesamten Woche hätten täglich zwischen 1500 und 2000 Menschen die Bäder Wananas, Südpool und Lago besucht – pro Bad. „Wir versuchen, jeden Tag zu überstehen, unfallfrei zu überstehen“, so Przybyl weiter. „Wir sind personell so was von am Limit.“

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Bisher sei er aber zufrieden. Es habe keine Massenschlägerei gegeben wie vor ein paar Tagen in einem Freibad in Bochum. Absolut hilfreich sei dabei die neue Ausweispflicht für Gäste ab 16 Jahren, die die drei Herner Schwimm- und Freibäder nutzen möchten. Diese gilt seit Ende Mai. „Auch die Gäste, die im Bad sind, fühlen sich durch die Ausweispflicht sicherer“, so der Bäderchef. Dies könnte auch am Wochenende helfen, an dem Przybyl mit täglich 2000 Besuchern in jedem Bad rechnet.

Der Ansturm ist allerdings vor allem am Nachmittag häufig zu groß. „Es gibt immer wieder Einlassstopps. Wenn gewisse Obergrenzen erreicht werden, dann wird gestoppt.“ Dies sei besonders auch am Wochenende wichtig, wenn für Samstagabend Gewitter vorhergesagt sind. „Wenn der erste Blitz am Himmel kommt, wird evakuiert“, erklärt Przybyl das Vorgehen. Und dann dürften nicht zu viele Besucher im Bad sein. Beim Lago könnten die Gäste sich gut in den weitläufigen Innenbereich zurückziehen. Beim Wananas und auch beim Südpool sei die Situation eine andere.
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Natürlich freut sich Przybyl über den großen Zulauf: „Wir brauchen die Besucher, wir brauchen die Einnahmen im Sinne der Wirtschaftlichkeit.“ Und dennoch: „Ich bin aber auch jeden Abend froh, wenn keine Unfälle passiert sind und wenn meine Leute und die Besucher gut nach Hause gekommen sind.“






