Nach „Comic, Grafik und Illustration“ im Jahr 2025 widmet sich die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 in ihrem neuen Jahresprogramm der Keramikkunst. Bewährtes wie die Verleihung eines Förderpreises wird fortgesetzt, es wurden aber auch neue Formate entwickelt. Und es gibt bereits erste Pläne für die Zeit ab 2027, wenn die Künstlerzeche für mehrere Jahre zur Baustelle wird.

Vier Ausstellungen zum Schwerpunkt Keramik

„Grenzbereiche II: Keramik“ ist das Jahresprogramm 2026 übertitelt, das in vier Ausstellungen die Vielfalt und die Faszination zeitgenössischer Keramik – einst auch weißes Gold genannt – spiegeln soll. Mit der am Samstag, 14. März, eröffneten Schau „Titania“ setzt der in Krefeld lebende Künstler Gerhard Hahn gleich zu Beginn eine ganz besondere Note mit seinem Zusammenspiel von industrieller Form und Kunstwerk.

Künstler Prof. Gerhard Hahn stellt in der Künstlerzeche "Unser Fritz" aus
Ein Blick in Gerhard Hahns Ausstellung „Titania“.© FUNKE Foto Services | Dirk A. Friedrich

Die weiteren Termine für Keramikkunst im Kauengebäude am Kanal: Gereon Krebber vom 25. April bis 17. Mai, „Stille Gäste“ von Young-Jae Lee und der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe sowie „Möglichkeiten“ von Ursula Commandeur & David Dauer vom 26. September bis 18. Oktober. Am 12. und 13. September findet zudem ein Keramikmarkt in der Künstlerzeche mit mehr als 20 Ausstellern statt.

Nicht aus Keramik, sondern aus Aluminium ist Geron Krebbers monumentale Skulptur „Blobster“, die 2013 in der Innenstadt von Gelsenkirchen-Buer aufgestellt worden ist. Ab Ende April stellt der renommierte Künstler in Unser Fritz aus.
Nicht aus Keramik, sondern aus Aluminium ist Geron Krebbers monumentale Skulptur „Blobster“, die 2013 in der Innenstadt von Gelsenkirchen-Buer aufgestellt worden ist. Ab Ende April stellt der renommierte Künstler in Unser Fritz aus.© WAZ FotoPool | Günter Blaszczyk

Verdreifachung der Besucherzahlen

Der 2025 gestartete Versuch der Künstlerzeche, für die Jahresausstellungen ein Schwerpunktthema zu wählen, habe sich bewährt, sagt Vorstandsmitglied Florian Kunath. Durch die Neuaufstellung und das erweiterte Veranstaltungsprogramm habe sich die Zahl der Besucherinnen und Besucher im vergangenen Jahr fast verdreifacht.

Daran möchte das Künstlerzeche-Team 2026 anknüpfen – unter anderem mit der Verleihung des Förderpreises „Junge Positionen“, der bereits zum 14. Mal vergeben wird. Der/die von einer Jury ermittelte Preisträger/Preisträgerin präsentiert sich vom 7. bis 29. November am Kanal. Ebenfalls wieder im Kalender finden sich bewährte Formate wie der „Schichtwechsel“ zum Feierabend, BYOB (Bring Your Own Beamer) und die Teilnahme an der „N8schicht“ – diesmal an zwei Tagen – Ende Mai.

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Neu sei die Kooperation mit dem Herner Verein Kulturell-Alternatives Zentrum (KAZ), der am 6. Juni ein HipHop-Konzert in der Künstlerzeche ausrichte, so Florian Kunath. Schließlich: Das bislang im Emschertalmuseum ausgerichtete Künstlercafé zieht 2026 nach Unser Fritz um – erster Termin ist Samstag, 21. März.

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Künstlerzeche muss sich ab 2027 für drei Jahre neu orientieren

Apropos Umzug: Ab 2027 muss sich die Künstlerzeche für etwa drei Jahre neu orientieren. Wie berichtet, startet dann die knapp sieben Millionen Euro teure Sanierung des Gebäudes. Für die Künstlerzeche bedeutet dies keine Zwangspause: In dieser Zeit wolle man auf andere Räumlichkeiten in Herne und Wanne-Eickel ausweichen, kündigt Kunath an.

Parkplätze an der Künstlerzeche
Die Künstlerzeche wird ab 2027 zur Baustelle. Geplant sind Maßnahmen wie die Erneuerung aller Dächer, Fenster und Außentüren sowie der Einbau einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage.© FUNKE Foto Services | Klaus Pollkläsener

Weitere Informationen über die Künstlerzeche und das Programm: kuenstlerzeche.de

„Titania“ läuft bis 5. April

Die von Werner Ryschawy kuratierte Austellung „Titania“ von Gerhard Hahn ist bis zum 5. April in der Künstlerzeche, Zur Künstlerzeche 10, zu sehen. Öffnungszeiten: mittwochs und samstags von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Die Finissage findet am Sonntag, 5. April, um 15 Uhr statt. Für die musikalische Begleitung sorgt die Indie-Folk-Band „Fayrefowk“.