Eine Session ohne Prinzenpaar, die Wetteraussichten so semigut - doch davon ließen sich die Herner Jecken nicht stoppen. Und hatten am Ende Glück mit ihrem Rosenmontagszug.

Morgens dunkelgrauer Himmel und dicke Regenschauer, gegen 14 Uhr das gleiche Bild: Der Regen prasselte. Doch in der Zwischenzeit? Blieb es trocken, ein ums andere Mal schaute die Sonne zwischen den Wolken hervor. Es war, als ob der Wettergott dem Herner Rosenmontagszug seinen Segen gegeben hat und so die Bemühungen belohnte, wieder einen Zug auf die Beine (und auf die Räder) zu stellen, der mehreren tausend Menschen Spaß bereitete - und ihnen mit Kamelle, Weingummi, Popcorn oder nützlichen Taschentüchern die mitgebrachten Tüten und Beutel füllte.

Was auffiel: Es war ein „sportlicher“ Zug. So machte die Spielvereinigung Horsthausen ebenso auf sich aufmerksam wie der SC Constantin. Auch Footballer marschierten mit. Und mit der Fußgruppe der Lebenshilfe hatte der Zug auch inklusiven Charakter.

Die Zuschauer an der Strecke hatten ihren Spaß. Unter den vielen Kostümen stachen ein paar heraus: So war eine Gruppe mit Fokuhila-Perücken und Ballonseide-Trainingsanzügen unterwegs - eine Anspielung auf die Bewerbung für Olympia im Ruhrgebiet? Jedenfalls kommt einem der Gag in den Sinn, der vor Jahrzehnten bei der ersten Bewerbung kursierte: Wenn Olympia ins Revier kommt, kann man Ruhris und Athleten nicht unterscheiden, weil beide Ballonseide-Trainingsanzüge tragen.