Für das kommende Schuljahr 2026/27 stellt die Stadt Herne das Anmeldeverfahren für den Offenen Ganztag (OGS) um. „Statt der bisherigen OGS-Verträge in Papierform werden die Anmeldungen zukünftig bei allen Herner OGS-Trägern digital erfolgen“, teilt die Stadt mit. Zeitgleich setzt im Sommer der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz (zunächst für die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler) ein. Die Anmeldungen können ab Montag, 26. Januar, bis spätestens Freitag, 6. Februar, vorgenommen werden.

Täglich (außer Samstag)
Herne-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Eltern sollen entsprechende Informationen inklusive eines Zugangs-Links oder QR-Codes über die Träger erhalten, so die Stadt weiter. Aktuell könnten die Antragsunterlagen noch während der Öffnungszeiten in den Geschäftszimmern oder in den Räumen des Offenen Ganztags der Schulen abgeholt oder beim jeweiligen Träger angefordert werden.
Auch interessant
„Die Kinder, die bereits am Offenen Ganztag teilnehmen, erhalten die Antragsunterlagen vom Träger ohne besondere Anforderung“, heißt es von der Stadt. Aufgrund der begrenzten Aufnahmekapazität der OGS weist die Stadt Herne darauf hin, dass die Einhaltung der Rückgabefrist bis Freitag, 6. Februar 2026, zwingend erforderlich ist. Sollten mehr Anmeldungen eingehen als Plätze in der OGS zur Verfügung stehen, werde es zu einem Auswahlverfahren kommen.
Welche Unterlagen Eltern einreichen müssen
Einzelheiten zu Betreuungszeiten und Angeboten könnten bei der jeweiligen Schule erfragt werden. Für die Anmeldungen sind ein ausgefüllter Vertrag sowie ein ausgefüllter Schülerbogen erforderlich. Nähere Informationen zur Abgabe der Unterlagen sollen Eltern laut Stadt beim jeweiligen Träger erfragen.
Für die Berechnung der Elternbeiträge seien eine Erklärung zum Elterneinkommen und die entsprechenden Belege dazu erforderlich. Die Erziehungsberechtigten würden durch den Fachbereich Schule und Weiterbildung angeschrieben, sobald die OGS-Verträge vereinbart sind.
Durch die Einführung des Rechtsanspruches, der ab Sommer zunächst für alle i-Dötzchen gilt, kann es in den OGS-Betreuungen einiger Grundschulen in Herne eng werden. Dadurch könnten auch Zweit- bis Viertklässler, die derzeit einen OGS-Platz haben, ihren Platz wieder verlieren. „Das ist eine Ungerechtigkeit, die der Bundesgesetzgeber geschaffen hat, indem er den Rechtsanspruch nur für die Erstklässler vergibt“, sagte Schulamtsleiterin Tanja Wasmuth bereits im November der WAZ.
Schulen in Herne - Lesen Sie auch:
Sie äußerte „arge Bedenken“, was die Versorgung aller Kinder mit einem OGS-Platz betrifft. „Wir versuchen in Herne bestmöglich, ein Angebot zur Verfügung zu stellen, damit alle Kinder auch weiterhin einen Platz haben werden.“ Inwiefern sich der Rechtsanspruch auf die Nachfrage nach einem OGS-Platz auswirke, könne erst Anfang dieses Jahres gesagt werden, wenn die Anmeldungen eingegangen seien, sagte sie im November. Dabei setzt die Stadt nun offensichtlich auf die digitale Unterstützung.






