Die A43 muss erneut in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden. Am Wochenende vom 9. bis 12. Mai ist der Abschnitt zwischen dem Kreuz Recklinghausen und der Abfahrt Herne-Eickel komplett dicht. Die erste von vier Autobahn-Brücken im Kreuz Herne wird abgerissen. Der Bau soll durch Fertigteile beschleunigt werden.

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Die Sperrung soll von Freitag, 9. Mai, ab 21 Uhr bis Montag, 12. Mai, um 5 Uhr andauern. Sie markiert zugleich den Auftakt zu den Hauptarbeiten im Kreuz Herne. Die vier Brücken führen die einzelnen Streifen der A42 über die A43 und sind nach etlichen Jahren mit Vorarbeiten wie dem Bau des Tunnels Baukau der Kern des Kreuzes Herne.

Welche Brücke wird bei der Sperrung abgerissen?

„Was für den Verkehrsteilnehmer wie eine große Brücke wirkt, sind in Wahrheit allerdings vier einzelne Bauwerke, die gemeinsam im Zuge der A42 die A43 überspannen“, sagt Autobahn-Sprecher Anton Kurenbach. Der Verkehr auf der A42 kann deshalb auch erst einmal weiter über die restlichen Spuren fließen. Die Fahrbahnen wurden schon vor längerer Zeit zusammengelegt. Zuerst ist das „südliche Nebenbauwerk“ an der Reihe. Darauf liegt die Verbindung von A42 in Fahrtrichtung Dortmund auf die A43 in Fahrtrichtung Münster. Die Verbindung ist bereits seit längerer Zeit gesperrt, weil sonst eine zusätzliche Wiegeanlage vor der maroden Emschertalbrücke hätte gebaut werden müssen.

„Unser Ziel ist es, die neuen Brücken so rasch wie möglich zu bauen“, erklärt Judith Beier-Tertel, Teamleitung Konstruktiver Ingenieurbau, in einer Mitteilung. Dies solle über eine Schnellbauweise geschehen, bei der ein Großteil der Brückenteile bereits gefertigt wird, noch bevor sich das Material auf den Weg zur Baustelle macht. „Dazu kommen aber noch der Ausbau sowie Erd- und Straßenbauarbeiten und andere notwendige Nebenarbeiten“, sagt Beier-Tertel weiter.

Wie groß ist der Zeitgewinn durch die Bauweise wirklich? „Ein Datum für die Fertigstellung der Brücke im Kreuz können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht verbindlich nennen“, sagt Sprecher Anton Kurenbach. „Solche Großprojekte unterliegen immer wieder Änderungen im Bauablauf aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse. Wir gehen aber davon aus, bei jeder der vier Brücken ein halbes Jahr Zeit einzusparen.“

Autobahn-Sprecher Anton Kurenbach (Archivfoto).
Autobahn-Sprecher Anton Kurenbach (Archivfoto). © FUNKE Foto Services | Thomas Gödde

Verkehrsführung wird geändert

Die Autobahn GmbH kündigt an, dass die Verkehrsführung auf den Autobahnen noch mehrmals geändert werden muss, um den Verkehr jeweils an die neuen Bedingungen anzupassen. Zunächst soll jetzt mit der Brücke im Süden gestartet werden. Danach sollen die direkt aneinander grenzenden Brücken von Norden aus weiter gebaut werden. Der Bauablauf sei wegen der neuen Bauweise angepasst worden.

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Während der Vollsperrung führt die Autobahn Westfalen weitere notwendige Arbeiten durch, beispielsweise wird die Schrankenanlage gewartet und alte Schilderbrücken werden abgerissen: „So nutzen wir Synergieeffekte optimal aus“, sagt Guido Meinzer, Projektleiter für den Ausbau des Herner Abschnitts.

Was Autofahrerinnen und -fahrer wurmen wird: Für den Abriss und Neubau der Brücken sind jeweils Sperrungen der A43 „von kürzerer Dauer“ notwendig. Die Autobahn GmbH geht jeweils von „bis zu einem Wochenende“ aus. „Auf der A42 werden weniger Sperrungen notwendig. Die meiste Zeit wird der Verkehr an den Arbeiten vorbei fließen“, sagt Anton Kurenbach.

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Grober Termin für die große Vollsperrung Richtung Bochum steht fest

Die nächste, noch viel größere Vollsperrung der A43 steht auch schon kurz bevor: Zwischen Herne-Eickel und Bochum-Riemke soll die Autobahn Ende Juni für zwei Wochen vollgesperrt werden. Der genaue Termin steht noch nicht fest, soll aber bald kommuniziert werden.

Dort will die Autobahn GmbH den Ausbau Richtung Bochum vorantreiben. Dafür müssen mehrere Unterführungen zunächst abgerissen und teilweise verfüllt werden. Das funktioniere nur unter einer großen Vollsperrung, hieß es.