Punkt 11 Uhr hatten die meisten Menschen in der Fußgängerzone den Blick nach unten gerichtet – auf ihre Handys. Zu hören war Sirenengeheul. Beides untrügliche Zeichen: Es war wieder Warntag. Der lief im Ennepe-Ruhr-Kreis ein wenig anders als geplant.

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„Sirenen sind ein wichtiges akustisches Signal. Sie machen auf eine Gefahr aufmerksam, können aber gerade innerhalb von Gebäuden nicht überall gleich gut gehört werden. Deshalb spielen die digitalen Warnwege wie Cell Broadcast und Warn-Apps ebenfalls eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, möglichst viele Menschen zu erreichen“, unterstreicht Martin Weber, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung, wie entscheidend das Zusammenspiel verschiedener Warnsysteme ist.

Nach bisherigen Erkenntnissen, haben alle der 118 Sirenen im EN-Kreis funktioniert.

Verwechslung im Ablauf

Eine versehentliche Abweichung gab es beim zeitlichen Ablauf der Sirenenalarmierung. Aufgrund eines Versehens in der Leitstelle wurden die Sirenen im Kreis um 11 Uhr zur Warnung und um 11.45 Uhr zur Entwarnung angesteuert. Damit folgte die Leitstelle dem Ablauf des bundesweiten Warntages. Für die Sirenen in Nordrhein-Westfalen war allerdings die landesweite Vorgabe vorgesehen: Danach hätten die Sirenen um 11 Uhr, 11.05 Uhr und 11.10 Uhr mit den vorgesehenen Signalen dreimal angesteuert werden sollen.

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„Auf die technische Bilanz des Sirenentests hat diese Abweichung keinen Einfluss. Das Versehen wird aber ausgewertet und in die Vorbereitung künftiger Warntage einfließen“, kündigt Weber an.

Positiv verlief auch der Test der Kommunikation zwischen Behörden per roten Telefonen und Satellitentelefonen. Hierauf müsste beispielsweise bei einem flächendeckenden Stromausfall und dem damit verbundenen Ausfall der sonst üblichen Kommunikationsnetze zurückgegriffen werden.

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Der nächste NRW-Warntag ist für Donnerstag, 11. März 2027, terminiert.