Auf dem Ruhrtalradweg in Hattingen rollen bald die Bagger. Voraussichtlich am kommenden Montag (7.9.) beginnen unterhalb der Isenburg am Ruhrbogen die Bauarbeiten. Der Weg soll sicherer für Fußgänger und Radler werden und gerüstet gegen Hochwasser. Die Baustelle auf dem Radweg hat auch Auswirkungen für Autofahrer.

>>> Hier gibt es noch mehr Nachrichten aus Hattingen und Sprockhövel

Auf einer Länge von rund einem Kilometer entsteht parallel zum bestehenden Weg ein neuer, höhergelegener Radweg. Damit werden Rad- und Fußverkehr künftig getrennt voneinander geführt. Der bisherige Weg bleibt den Fußgängerinnen und Fußgängern vorbehalten. Die neue Asphaltstrecke wird rund dreieinhalb Meter breit und verläuft etwa 1,20 Meter oberhalb des Ufers.

Mehr als eine Million Euro kostet die Umgestaltung des Abschnitts. Hattingen hat bereits eine Förderung über 1,1 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Stadt & Land“ erhalten, die 80 Prozent der Kosten decken soll.

Auch interessant

Sperrung, Umleitung und Tempolimit

Während der Bauarbeiten muss der Abschnitt des Ruhrtalradwegs gesperrt werden. Eine Umleitung für den Rad- und Fußverkehr führt über die Isenbergstraße und anschließend wieder auf den Ruhrtalradweg in Höhe der heutigen Feuerwehrzufahrt. Dafür wird die Fahrbahn der Isenbergstraße im Bereich der Umleitung verengt. Das Tempolimit wird von 70 auf 30 km/h reduziert, weil Radfahrende sowie Fußgänger die Straße mitnutzen.

Leinpfad an der Ruhr von Parplatz Isenburg in Richtung Niederwenigern in Hattingen
So sieht der Leinpfad an der Ruhr unterhalb der Isenburg heute aus. Künftig sollen Radfahrer und Fußgänger getrennte Wege haben.© FUNKE Foto Services | Uwe Möller

Dauer der Bauarbeiten

Vorgesehen sind Bänke und Sitzstufen unterhalb der Isenburg und zwei weitere Aufenthaltsflächen mit Bänken im Verlauf. Zudem werden rund 220 neue Gehölze und 650 Quadratmeter Blühstreifen gepflanzt. Die Bäume sollen auch mit Hochwasser besser zurechtkommen. „Natur- und Umweltschutz spielen in diesem sensiblen Bereich bei der Umsetzung eine besondere Rolle. Es sind verschiedene Maßnahmen vorgesehen, um die neue bauliche Situation ökologisch auszugleichen“, erklärt der Fachbereich Tiefbau.

>>> Hier gibt es noch mehr Nachrichten aus Hattingen und Sprockhövel

Die eigentlichen Bauarbeiten sollen voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein. Bis Februar 2027 sind noch Restarbeiten vorgesehen, darunter die Bepflanzung, das Aufstellen der Sitzgelegenheiten sowie die Beschilderung.