Eine Geschichte wie im Wilden Westen. Ein Einbruch in Hattingen, ein verletzter Polizist, eine Fahndung über Bochumer Stadtgebiet. Schlusspunkt der Flucht: eine Mauer in Essen. Ein spektakulärer Fahndungserfolg gelang Polizisten der drei Städte, ein Täter wurde gefasst und sitzt in Untersuchungshaft.

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Einbruch während der Bewohner schläft
Es ist Donnerstag, 13. August. Um 4.45 Uhr wird der Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Straße Am Kempel, in direkter Nähe zur Ruhr in Niederwenigern, wach. Er hört, dass sich irgendwer an Schränken und Schubladen zu schaffen macht. „Wie der Täter in die Wohnung gekommen ist, wissen wir noch nicht. Vielleicht stand bei der Hitze ein Fenster auf Kipp, dass müssen die weiteren Ermittlungen geben“, berichtet Polizeisprecher Christoph Neuhaus.

Klar ist, dass der Täter Schränke durchwühlt hat, ob Wertgegenstände mitgenommen wurden, ist zurzeit noch nicht klar. Als der Täter mitbekommt, dass der Bewohner ihn bemerkt hat, flüchtet er durch ein Fenster der Erdgeschosswohnung. Der Bewohner wählt 110, die Polizei nimmt sofort die Fahndung auf.
Riskante Manöver am Leinpfad
Ortswechsel: Am Leinpfad bemerkt ein aufmerksamer Zeuge, dass ein Fahrzeug in einem Graben steht und ruft die Polizei in Bochum an. Die trifft in Höhe der Pontonbrücke auf den schwarzen Audi mit Bochumer Kennzeichen. „Nach der Konfrontation steigen die Polizisten aus, um den Fahrer zu stoppen. Aber da gibt der Mann im Audi Gas und schafft es tatsächlich, am Fahrzeug der Beamten vorbeizufahren“, schildert Neuhaus die Situation.
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Bei einem Sprung, um dem Audi auszuweichen, fällt ein Beamter so unglücklich, dass er sich verletzt und ins Krankenhaus gebracht werden muss. Der Wagen flüchtet in Richtung Essen. Die Polizisten informieren ihre Kollegen aus der Nachbarstadt, die sofort reagieren und die Fahndung aufnehmen.
Unfall in Essen
Die Fahrt endet, als der flüchtende Wagen in Essen vor eine Mauer fährt. Die Essener Beamten sind sofort zu Stelle und können den 19-jährigen Fahrer festnehmen. Hinweise, dass noch drei weitere Personen im Fahrzeug gesessen haben, kommen von einem Zeugen und auch die verfolgenden Beamten bestätigen das.
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Doch drei Verdächtige sind verschwunden. „Der Polizei liegen aber die Personalien der anderen drei Fahrzeuginsassen mittlerweile vor“, sagt Christoph Neuhaus. „Alle Männer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren kommen aus Ruhrgebietsstädten der Umgebung.“ Da die Ermittlungen zurzeit intensiv weitergeführt würden, könne man noch keine näheren Auskünfte geben.
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Wie sich herausstellt, sagt der Polizeisprecher, gehört auch das Bochumer Kennzeichen des Fluchtfahrzeugs nicht zu dem Audi. Der Fahrer des Wagens wurde bereits gestern dem Haftrichter vorgeführt. Der erließ sofort einen Haftbefehl gegen den 19-Jährigen, der mittlerweile in Untersuchungshaft sitzt.







