Die Sommer werden immer heißer. Darauf reagieren die Städte in der Emscher-Lippe-Region – sie bereiten sich intensiver auf extreme Wetterlagen vor. Doch was bedeutet das konkret?

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Ein zentraler Baustein ist die Erarbeitung und Etablierung klarer Meldeketten für den Akutfall. Als Teil des Projekts „HAP.Regio“, an dem auch Gladbeck teilnimmt, wurde ein gemeinsamer Standard erarbeitet, der jetzt in den Kommunen angewendet wird.
Emschergenossenschaft: Hitze ist das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko
Emschergenossenschaft und Lippeverband erklären das Vorgehen: Hitze ist das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Sie kann für alle gefährlich werden und das Risiko wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Um sich besser auf Gefahrenlagen wegen Hitzetagen vorzubereiten, arbeiten die 16 Emscher-Kommunen, die Städte im Kreis Recklinghausen und Emschergenossenschaft/Lippeverband an einer gemeinsamen Hitzeaktionsplanung (HAP.Regio).
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Das bedeutet zum Beispiel: Die beteiligten Kommunen legen konkrete Zuständigkeiten und abgestimmte Kommunikationswege fest, um im Ernstfall besonders gefährdete Risikogruppen schnell zu erreichen und vor Gesundheitsrisiken zu schützen. Dazu wird ein lokales Netzwerk relevanter Akteurinnen und Akteure – etwa aus dem Gesundheitswesen, der Pflege, sozialen Einrichtungen, städtischen Einrichtungen und dem Katastrophenschutz – eingebunden.
Hilfe für die Personengruppen, die sich nicht selber schützen können
Für Personengruppen, die sich nicht selbst schützen können, wie ältere und kranke Menschen sowie kleine Kinder, werden dann Maßnahmen ergriffen. Das bedeutet zum Beispiel bei einer Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor mehrtägiger Hitze diese gezielt weiterzugeben: Über das Gesundheitsamt soll die Information an Pflegeheime, ambulante Dienste oder Nachbarschaftsnetzwerke weitergeleitet werden, um auf das Risiko aufmerksam zu machen. So können dann Aufenthaltsräume besser gekühlt, Trinkmengen sorgfältiger geprüft und Telefonanrufe sowie Hausbesuche koordiniert werden.
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Die Bevölkerung wird zudem über die diversen Kommunikationskanäle über die Gefahren und Schutzmaßnahmen informiert. Dann gilt die Aufforderung zum Selbstschutz und zur Unterstützung anderer.
Diese Personengruppen sind bei Hitze besonders gefährdet
Zu den besonders von Hitze gefährdeten Personengruppen gehören ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Menschen mit Vorerkrankungen, Menschen die Medikamente einnehmen, Schwangere, sozial benachteiligte Menschen sowie Menschen, die im Freien arbeiten oder Sport treiben.
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Mit dem Projekt „HAP.Regio“ haben sich die Kommunen in der Emscher-Lippe-Region auf den Weg gemacht, gemeinsam Standards für die Hitzevorsorge zu erarbeiten. Denn: Hitze macht nicht an den Stadtgrenzen halt. Der Aufbau der Meldeketten, heißt es von der Emschergenossenschaft, sei für den Akutfall ist ein wesentlicher Baustein dieses Projekts. Weitere Bausteine sind Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und zur Steigerung der Hitzeanpassungsfähigkeit (mittelfristige Maßnahmen) sowie der klimaresiliente Umbau der Städte zu kühleren Orten nach Schwammstadt-Konzepten (langfristige Maßnahmen).
Zum bundesweite Hitzeaktionstag am 11. Juni treffen sich alle Akteure und Akteurinnen zu einem Hitzeschutzforum in Oer-Erkenschwick. Dann sollen die Zwischenergebnisse des Projekts reflektiert und weiterentwickelt werden. Gefördert wird das Projekt mit rund 1,4 Millionen Euro durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV). Das Ministerium setzt dafür Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE/Regio.NRW - Transformation) ein.





