In der Planung ist er schon lange. Und dringend benötigt wird er auch: Am Ratsgymnasium in Gladbeck haben die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau der Schule begonnen. Wie üblich natürlich mit einem symbolischen ersten Spatenstich.
Gladbecks Bürgermeisterin: Invest „in Köpfe, in Talente und in Möglichkeiten“
„Die Erweiterung des Ratsgymnasiums ist kein gewöhnliches Bauprojekt, es ist ein klares Bekenntnis, dass Bildung in Gladbeck Priorität hat. Wir investieren nicht in Beton und Stahl, wir investieren in Köpfe, in Talente und in Möglichkeiten“, betonte Bürgermeisterin Bettina Weist beim Spatenstich. Der Neubau soll auf vier Etagen und rund 475 Quadratmetern Platz für vier neue Klassenzimmer und Sanitärbereiche bieten. Außerdem entsteht ein rund 150 Quadratmeter großer Fahrradkeller für die Schülerinnen und Schüler. Kosten: gut 6,6 Millionen Euro.

Das neue Gebäude wird zudem ein begrüntes Dach erhalten. Wie beim historischen Schulgebäude soll mit Klinkersteinen gebaut werden, allerdings in einer modernen Gestaltung. Zwischen dem Neubau und dem alten Direktorenhaus wird es zwei barrierefreie Übergänge geben.
Das denkmalgeschützte Direktorenhaus des Rats wird saniert
Teil der Arbeiten ist außerdem auch die Sanierung des denkmalgeschützten Direktorenhauses des Ratsgymnasiums. Umbaumaßnahmen „im Altbestand“ sollen ebenfalls umgesetzt werden. Da das Gebäude an der Mittelstraße unter Denkmalschutz steht und eine besondere historische Bedeutung hat, waren im Zuge der Planungen enge Abstimmungen mit dem Denkmalschutz notwendig. So wird sichergestellt, dass das denkmalgeschützte Gebäude trotz des Neubaus weiterhin im Vordergrund steht.
Das Direktorenhaus soll eine harmonische Ergänzung bekommen, die zum Altbau passt
Christian Happe, Architekt
Bislang steht das Direktorenhaus nur teilweise für schulische Zwecke zur Verfügung. Jetzt sollen dort unter anderem Lernbereiche für die Gymnasiasten entstehen. Die Planungen umfassen einen neuen Ergänzungsbau mit einem behindertengerechten Anschluss an das ehemalige Direktorenhaus.
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„Das Direktorenhaus soll eine harmonische Ergänzung bekommen, die zum Altbau passt“, das hatte Architekt Christian Happe vom Dortmunder Architekturbüro „ch-quadrat“, das den Erweiterungsbau umsetzt, bereits im Schulausschuss vor drei Jahren erklärt. Im Sommer 2023 war der Anbau einstimmig beschlossen worden.
Schulleitung, Verwaltungsbüros und Lehrerzimmer werden zentral zusammengefasst
Im Altbau sollen im Erdgeschoss Verwaltungsbüros, das Büro der Schulleitung und das Lehrerzimmer zentral räumlich zusammengefasst werden. Im Moment noch fehlende Nebenräume sollen ebenfalls entstehen. Die neue Flächennutzung macht das möglich. Schülerinnen und Schüler können sich außerdem auf einen Raum freuen, in dem sie sich vom hektischen Schulalltag ausruhen können. So hieß es jedenfalls bei der Vorstellung der Pläne 2023 im Fachausschuss.

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Hintergrund des notwendigen Ausbaus des Ratsgymnasiums ist die Rückkehr zum G9-Schulsystem. Die durch den damaligen Wechsel zum G8-Modell frei gewordenen Räume waren für zusätzliche Unterrichtsangebote, Förder- und Differenzierungsmaßnahmen sowie den Ausbau offener Ganztagsstrukturen genutzt worden. Um diese Angebote weiterhin erhalten zu können, ist der Erweiterungsbau notwendig geworden.




