Seit mittlerweile 14 Tagen ist ein 73-Jähriger spurlos verschwunden. Der Senior lebt in einem Seniorenheim in Gladbeck. Am Tag seines Verschwindens (25. September) hatte er einen Spaziergang unternommen. Ins Heim zurückgekehrt ist der Mann von seiner Runde nicht. Seitdem fehlt jede Spur von ihm. Die Polizei sucht nun mit einem weiteren, aktuelleren Foto nach dem 73-Jährigen.

Polizei erhielt keine zielführenden Hinweise zum Verbleib des Gladbeckers

Die Spur des Mannes verliert sich direkt am 25. September. „Eine Anwohnerin des Heimes hat sich gemeldet, die den Senior an dem Nachmittag auf der Straße gesehen hat. Doch seitdem sind bei uns keine zielführenden Hinweise mehr eingegangen“, erklärte Polizeisprecher Andreas Lesch vom zuständigen Polizeipräsidium Recklinghausen auf Anfrage der Redaktion.

Wer hat diesen Mann gesehen? Der 73-jährige Senior gilt seit dem 25. September als vermisst.
Wer hat diesen Mann gesehen? Der 73-jährige Senior gilt seit dem 25. September als vermisst.© Polizei Recklinghausen

Der Seniorenheim-Bewohner soll noch gut zu Fuß sein, er gilt aber als manchmal zeitlich und örtlich desorientiert. Er hatte am Tag seines Verschwindens kein Handy und auch kein Geld bei sich. Auch ein Busticket soll er nicht besessen haben. Die Polizei veröffentlichte ein Foto des Mannes – in der Hoffnung auf Hinweise nach seinem Verbleib. Nun wurde das Foto durch eine aktuellere Aufnahme von dem Senior ersetzt.

Für die Suche mit Maintrailer-Hunden ist zu viel Zeit verstrichen

„Jetzt noch mit Mantrailer-Hunden nach dem 73-Jährigen zu suchen, würde nichts bringen, weil die Spur schon kalt ist. Da hätte kein Hund mehr eine Chance“, so Lesch. Man sei aber einem Hinweis nachgegangen, nach dem der Vermisste sich früher gern an einem bestimmten Ort in Gladbeck aufgehalten hat. „Dort haben wir mit einer Drohne nach ihm gesucht, aber ohne Erfolg.“

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Doch wie wird überhaupt nach vermissten Personen gesucht? Wann kommen Hunde zum Einsatz, wann wird vom Hubschrauber aus agiert? Das sei in jedem Fall eine individuelle Entscheidung, die getroffen werden müsse. „Wir prüfen jedes Mal die Mittel, die wir einsetzen können“, so Lesch. Grundsätzlich aber gelte – gesucht werde von innen nach außen. „Das heißt, zuerst haben wir in Seniorenheim nach dem Mann geschaut.“ Dabei sei das Gebäude wirklich vom Keller bis zum Dach auf mögliche Verstecke durchsucht worden. Auch in allen Zimmern der Einrichtung sei nachgeschaut worden.

Wann vom Hubschrauber aus gesucht wird

Im Anschluss sei die Suche dann nach draußen ausgeweitet worden. „Und da gilt dann, je größer der Suchradius wird, desto schwieriger gestaltet sich das Ganze“, so Lesch weiter. Ein Hubschrauber hätte beispielsweise zum Einsatz kommen können, wenn der Mann nachts verschwunden wäre. „Da sind weniger Menschen unterwegs und der Einsatz einer Wärmebildkamera hätte Sinn gemacht.“ Doch Tage später noch aus der Luft Ausschau zu halten, mache keinen Sinn. Wo sollte man auch suchen? Anfangs war man noch davon ausgegangen, der Mann könne sich im Bereich Gladbeck, Gelsenkirchen und Umgebung aufhalten.

Der Einsatz eines Hubschraubers mache ebenfalls keinen Sinn, wenn eine Person beispielsweise tagsüber in einer Innenstadt verloren geht. „Dann bringt eine Suche auf die Art überhaupt nichts.“

Der Vermisste ist 1,90 Meter groß, schlank und grauhaarig

Im Fall des vermissten Seniors hofft die Polizei nun, mit der Veröffentlichung des neuen Fotos eventuell doch noch Hinweise zu erhalten. Das Bild zeigt den Mann, anders als die erste Aufnahme, zum Beispiel ohne Brille.

Die Polizei hofft auf Hinweise

Hier noch einmal die Beschreibung des Mannes: Der 73-Jährige ist 1,90 Meter groß und schlank. Er hat graue Haare. Bekleidet war er am Tag seines Verschwindens vermutlich mit einer Jogginghose und einem Pullover. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0800/2361111 entgegen.