Zusammenfassung

  • Junge Menschen folgen einem Internet-Trend und treffen sich in Großstädten zum Puddingessen mit einer Gabel, während in Gladbeck ein Angebot für soziale Kontakte und Gespräche besteht.
  • Zuhören.Draußen.Gladbeck bietet kostenfreie Gesprächstermine, die über eine App oder Internetseite gebucht werden können, um Isolation abzubauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
  • Das Angebot, das in Gladbeck und zehn weiteren Städten verfügbar ist, wechselt im November von der Fußgängerzone in die Stadtbücherei, um der Kälte zu entgehen.

In den dunklen Monaten ist es manchmal schwierig, die Stimmung hochzuhalten. Aktivitäten draußen, wo sich viele Menschen treffen, werden weniger, der Herbstblues tut sein Übriges. Junge Menschen treffen sich nun nach einem viral gegangenen Internet-Trend in immer mehr (Groß-)städten zum Puddingessen – mit einer Gabel. In Gladbeck gibt es ein anderes Angebot für Bürgerinnen und Bürger, die sich einsam fühlen, oder einfach mal jemanden zum Reden brauchen. Zuhören.Draußen.Gladbeck richtet sich an alle Menschen, die Lust auf einen Austausch haben – sei es, um Freude zu teilen oder sich etwas von der Seele zu reden.

Nun gibt es eine Neuerung, die etwas mehr Planbarkeit hineinbringt: Über eine App können Interessierte nun einen festen Gesprächstermin mit den geschulten Zuhörerinnen und Zuhörern reservieren. Das Angebot ist weiter kostenfrei.

Eine App ermöglicht Verabredungen zum Gesprächstermin von Zuhören.Draußen.Gladbeck

Schon seit September gebe es die App, teilt die gemeinnützige Organisation nun mit. Dabei gibt es das Angebot außer in Gladbeck noch in weiteren zehn Städten. Über die Smartphone-Anwendung, aber auch über die Internetseite können Interessierte nun Termine einsehen und sich für einen Gesprächstermin verabreden.

Zuhören in Gladbeck
Auch im Oktober sind Zuhörer wie Peter Große-Wilde und Zuhörerin Katja Krischel in der Innenstadt in Gladbeck vor Ort, um Menschen Gelegenheit zum Reden zu bieten.© FUNKE Foto Services | Gerd Wallhorn

Zum vereinbarten Termin wartet dann eine Person aus dem ehrenamtlichen Zuhör-Team auf seinen Gast. In Gladbeck befindet sich der Treffpunkt aktuell noch in der Fußgängerzone, Ecke Hochstraße/Lambertistraße. Im November geht es dann in die Stadtbücherei, um der Kälte auszuweichen.

„Wir wollen das Angebot zum Zuhören sowohl für die ehrenamtlichen Zuhörerinnen und Zuhörer als auch für Menschen, die sozialen Kontakt suchen, so einfach wie möglich gestalten“, erklärt Christine von Fragstein, Initiatorin von Zuhören.Draußen. Die Engagierten, darunter auch Katja Krischel, tragen sich für Termine ein, die wiederum über die Internetseite und die App zur Buchung freigegeben sind. Dennoch seien auch spontane Gespräche weiter möglich, betont von Fragstein.

Projekt Zuhören.Draußen gegen Einsamkeit läuft auch in vielen Großstädten

Schon vor vier Jahren hat es mit Zuhören.Draußen angefangen. Gladbeck reiht sich inzwischen zwischen vielen Großstädten ein, etwa Düsseldorf, Bonn, Köln, Essen und Münster. Das Ziel der Initiative: echte Begegnungen schaffen, Isolation abbauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

Täglich (außer Samstag)

Gladbeck-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

[Gladbeck-Newsletter: hier gratis abonnieren | Folgen Sie uns auch auf Facebook und auf Instagram | Hier gibt‘s die aktuellen Gladbeck-Nachrichten einmal am Tag bei WhatsApp | Auf einen Blick: Polizei- und Feuerwehrartikel | Alle Artikel aus Gladbeck]

In Gladbeck steht das Team bis Ende Oktober jeden Donnerstag von 14 bis 15.30 Uhr in der Innenstadt, ab November zur gleichen Zeit in den Räumen der Stadtbücherei. nika