Die medizinische Versorgung auch in den Gladbecker Stadtteilen sicherzustellen, das ist ein wichtiges Anliegen. Momentan steht der Stadtteil Zweckel im Fokus, was die Stadtentwicklung in diesem Bereich angeht. Es handelt sich konkret um den Bau eines Ärztezentrums – an einer Stelle mitten in Zweckel, die lange dem Fußball vorbehalten war. Was über das Vorhaben schon bekannt ist.
Es wird zu eng in den Arztpraxen in Gladbecks Stadtteil Zweckel
Im Gespräch ist so ein medizinischer Komplex bereits seit dem Sommer vergangenen Jahres. Da hatte Stadtbaurat Volker Kreuzer den Bau im Planungsausschuss als eine Idee in den Raum gestellt. Ausschlaggebend war der Umstand, dass alle in Zweckel ansässigen Arztpraxen über erheblichen Platzmangel geklagt hatten.
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Nun steht fest: Abhilfe könnte der Bau eines Ärztehauses schaffen. Der Ort steht auch schon fest. Es handelt sich um den alten Ascheplatz – auch „Käfig“ genannt – vom SV Zweckel. Seit der Fertigstellung des Kunstrasenplatzes benötigt der Verein die Fläche nicht mehr. So können die gut 6500 Quadratmeter nun für die Stadtentwicklung in Zweckel genutzt werden.
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Im jüngsten Planungsausschuss war das Vorhaben erneut Thema. Nun geht es darum, das notwendige Planungsrecht zu schaffen, damit der Bau im Anschluss beginnen kann. Ein Investor, der der Stadt die Fläche abkauft und dann auch das Medizin-Zentrum baut, steht ebenfalls schon fest: Es handelt sich um die Mediziner der Gemeinschaftspraxis Sancar und Celik, die aktuell noch mit zwei Standorten in Zweckel vertreten sind.
So soll der neue „Medizinische Zentrum Zweckel“ einmal aussehen
Und so soll das neue „Medizinische Zentrum Zweckel“, kurz MZZ, aussehen: Die Investoren stellen sich einen Gebäudekomplex, bestehend aus zwei überwiegend dreigeschossigen Häusern, vor. Das Ganze „umschlossen von einer Stellplatzanlage“. Die Bruttogeschossfläche der Gebäude soll bei circa 4800 m² beziehungsweise 2700 m² liegen.

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Ins Erdgeschoss sollen eine Physiotherapiepraxis, eine Apotheke sowie eine Bäckerei mit Café einziehen, so die Investoren. In den Obergeschossen sollen weitere Facharztpraxen (u.a. Diabetologe, Gynäkologe, Radiologe, Gastroenterologe, Zahnarzt) sowie eine Hausarztpraxis Platz finden. Wohnungen sind ebenfalls geplant. Die Bäume, die auf dem Areal stehen, sollen möglichst erhalten bleiben. Die Erschließung für den Verkehr erfolgt über die Dorstener Straße. Fußwege sind ebenfalls vorgesehen. Sollten nicht ausreichend Parkplätze auf der Fläche geschaffen werden können, haben die Investoren alternativ eine Tiefgarage eingeplant.
Architektur mit hohem ökologischen Standard
Der Bau wird, auch das war Thema im Ausschuss, in enger Abstimmung mit der Stadt umgesetzt. Ziel ist eine Architektur mit „hohem ökologischen Standard“, die sich zudem optisch harmonisch in das städtebauliche Umfeld einfügt. Mit den Plänen für das „Medizinische Zentrum Zweckel“ ist man nun einen großen Schritt weitergekommen. Bis zum Baubeginn wird es allerdings trotzdem noch ein wenig dauern.
>> Änderung des Planungsrechts als Voraussetzung
Da der gültige Bebauungsplan Nr. 31a, Bereich Tunnelstraße, eine städtebauliche Entwicklung wie das geplante Zentrum nicht ermöglicht, ist eine Änderung des Planungsrechts erforderlich (bisherige Festsetzung: öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sportplatz). Den entsprechenden Antrag haben die Investoren nun gestellt. Jetzt kann der so genannte vorhabenbezogene Bebauungsplan erarbeitet werden.





