Bettina Weist mischt sich gerne und häufig unters Volk. Das erwarten die Menschen in Gladbeck vielleicht auch von ihrer Bürgermeisterin. Hinzu kommen Auftritte auf Facebook und in anderen sozialen Medien. Die Rolle der Pressestelle im Rathaus ruft die Junge Union (JU) auf den Plan. Muss das alles sein? Könne die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit nicht eine Nummer kleiner sein? Die Verwaltung reagiert auf Fragen wie diese.

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Die Öffentlichkeitsarbeit einer Stadt sei wichtig, räumt Maximilian Krügerke, Vorsitzender der JU Gladbeck, ein. „Dafür benötigt es eine angemessene Personalausstattung der Pressestelle.“ In den vergangenen Jahren scheine es aber zu einer erheblichen Ausweitung des Personalbestandes auf diesem Gebiet gekommen zu sein. Mit Blick auf die hohe Schuldenlast der Stadt „stellen sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger berechtigt die Frage, ob wir uns im Bereich der Presse- und Öffentlichkeit nicht auf ein notwendiges Maß reduzieren müssen“.
Öffentlichkeitsarbeit im Gladbecker Rathaus: Wer macht was?
Wie viele Menschen arbeiten überhaupt auf dem Gebiet? „Wie viele Stunden pro Woche verbringt die Pressestelle damit, Termine der Bürgermeisterin zu begleiten“ – beispielsweise beim Kinderkarneval in Rosenhügel?
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„Wer betreibt das Facebook- und Instagram-Profil der Bürgermeisterin maßgeblich und schreibt die überwiegende Anzahl der Texte?“, so Krügerke. Das Verhältnis in den Pressemitteilungen zwischen der Berichterstattung mit und ohne Bürgermeisterin interessiert die JU ebenfalls. Ferner: „Wie hoch sind die Druckkosten der Rathaus News?“
Wie viele Stunden pro Woche verbringt die Pressestelle damit, Termine der Bürgermeisterin zu begleiten?
Maximilian Krügerke, JU-Vorsitzender in Gladbeck
Krügerke kündigt an: „Um diese Werte besser einordnen zu können, werden wir auch eine Anfrage bezüglich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an weitere Städte versenden.“
„Eine personelle Aufstockung der Planstellen hat es, anders als von Ihnen vermutet, seit mehr als zehn Jahren nicht gegeben“, antwortet Christiane Schmidt, Kommunikationschefin in der Stadtverwaltung, der JU, „die Ausnahme ist die Tätigkeit eines Werkstudenten, den wir derzeit mit 15 Wochenstunden beschäftigen.“
Die Begleitung von Terminen, die die Bürgermeisterin oder ihre Stellvertretungen wahrnehmen, gehört zu den dienstlichen Aufgaben
Christiane Schmidt, Kommunikationschefin in der Gladbecker Stadtverwaltung
In der Kommunikation seien neben der Abteilungsleitung David Hennig „zwei Sachbearbeitungen beschäftigt“. Plus: „die Stelle des Mediengestalters und die der Assistenz“. Das entspreche der Personalausstattung von Oktober 2020. Christiane Schmidt selbst übernehme Leitungsaufgaben als Amtsleitung für Kommunikation, Stadtmarketing und die Stabstelle Zukunft, das Projekt „Demokratie leben“ und das „Gladbecker Bündnis für Familie – Erziehung, Bildung, Zukunft“.
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2024 habe die Abteilung 753 Pressemitteilungen versendet. Weist werde als Verwaltungsleiterin genannt. „Die Begleitung von Terminen, die die Bürgermeisterin oder ihre Stellvertretungen wahrnehmen, gehört zu den dienstlichen Aufgaben. Eine zeitliche Aufschlüsselung wird nicht erhoben“, so die Kommunikationschefin.
Social-Media-Angebote: Bürgermeisterin und ihr Team verantwortlich
Sie führt aus: Weists Social-Media-Angebote, „die ausdrücklich als dienstliche Seiten gekennzeichnet sind, werden von der Bürgermeisterin und ihrem Team, das heißt der Abteilung, bespielt“. Zudem hebt Schmidt hervor, dass die Stadtverwaltung eine Informationspflicht habe, sowohl gegenüber Medien als auch Bürgern.
Die monatlichen Rathaus News, die als E-Paper zum Download gratis zur Verfügung stehen, „bündeln auf vier Seiten ausschließlich städtische Informationen“. Schmidt erklärt: „300 Exemplare werden in der hauseigenen Druckerei erstellt und in städtische Einrichtungen verteilt. Die Druckkosten belaufen sich auf monatlich 58,80 Euro.“




