Noch in diesem Jahr soll es so weit sein: Kaufland eröffnet seine erste Filiale in Gelsenkirchen. Am Standort der ehemaligen Real-Filiale an der Emscherstraße in Erle sind die Umbauarbeiten in vollem Gange – „voraussichtlich im November“ sollen die ersten Kunden dort einkaufen können. Das teilte das Unternehmen auf WAZ-Anfrage mit. Werbebanner vor Ort zeigen allerdings schon unmissverständlich, wann es losgehen soll: Demnach wird der 2. November als Eröffnungstag angekündigt.

Kaufland in Gelsenkirchen-Erle: Diese Mieter ziehen auch ein

Nach Angaben von Kaufland-Sprecher Dominik Knobloch liegen die Arbeiten weiterhin gut im Zeitplan. Auch die beauftragten Mietpartner kämen gut voran. Mit der Einrichtung der Flächen sei bereits begonnen worden. Neben dem Lebensmittelmarkt soll es in der neuen Filiale weitere Angebote geben – von Gastronomie und Bäckerei bis zu Dienstleistungen und Einzelhandel.

Direkt auf der Verkaufsfläche wird ein Sushi-Shop integriert, so der Pressesprecher. Weitere Mieter sollen auf separaten Flächen einziehen: die Bäckerei Zipper, das Gastronomiekonzept ChopStx, ein Tabak-, Lotto- und Zeitschriftengeschäft, die Modekette Ernsting’s family, der Möbel- und Einrichtungshändler Jysk sowie eine myflexbox für die Abholung und den Versand von Paketen.

Der neue Kaufland an der Emscherstraße soll verschiedene Geschäfte miteinander vereinen.
Der neue Kaufland an der Emscherstraße soll verschiedene Geschäfte miteinander vereinen. © Lisa-Marie Eggert

Damit würde der Umbau ziemlich genau ein Jahr dauern: Im November 2025 begannen die Arbeiten auf dem ehemaligen Real-Gelände. Der Standort war zuvor mehr als ein Jahr verwaist. Im April 2024 schloss Real seine Filiale an der Emscherstraße. Kurz danach verschwand die Supermarktkette bundesweit vom Markt. Kaufland hatte bereits nach der Schließung angekündigt, den Standort übernehmen zu wollen. Bereits 2020 hatte das Unternehmen den Online-Shop von Real übernommen.

Kaufland wird zwar zahlreiche neue Arbeitsplätze schaffen. Der lange Zeitraum zwischen der Real-Schließung und der Eröffnung hat allerdings auch einen Beigeschmack: Wäre Kaufland innerhalb von vier bis sechs Monaten gestartet, hätte ein Betriebsübergang vorliegen können – und damit die Pflicht zur Übernahme der bisherigen Beschäftigten. Durch die Schließung haben rund 100 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren.

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Deutschlandweit betreibt Kaufland über 780 Standorte, darunter auch Filialen in Gelsenkirchens Nachbarstädten Herne, Bochum und Essen. Geplant ist in Erle ein großflächiger Verbrauchermarkt mit Lebensmitteln, Frischetheken sowie Drogerie-, Haushalts- und weiteren Non-Food-Artikeln. Der Markt soll von Montag bis Samstag, 7-22 Uhr geöffnet haben.