Sie wollte das Jobangebot schon fast ablehnen. Dann fiel für Dr. Christin Lenk ein entscheidendes Wort: Gelsenkirchen. Die 46-Jährige ist neue Chefärztin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Evangelischen Klinikum (EvK). Viel näher hätte ihr neuer Arbeitsplatz kaum liegen können: Die Essenerin wohnt nur sieben Minuten vom Krankenhaus entfernt – und ihr Mann ist Schalke-Fan.

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Dass Lenk einmal im Krankenhaus arbeiten würde, zeichnete sich früh ab. Ihre Mutter ist Krankenschwester. „Seit ich denken kann, hat es mich ins Krankenhaus gezogen“, sagt die 46-Jährige. Während ihres Medizinstudiums an der Universität Duisburg-Essen arbeitete sie selbst im Krankenhaus, vor allem auf Intensivstationen. Dort entdeckte sie ihre Begeisterung für die Anästhesie und Intensivmedizin. „Ich liebe die Action, die immer neuen Situationen, auf die man sich einstellen muss“, sagt die Fachärztin.
Neue Chefärztin arbeitete mehr als 20 Jahre in Essen
Lenk verfügt über die Zusatzbezeichnungen Spezielle Intensivmedizin und Spezielle Notfallmedizin. Mehr als 20 Jahre arbeitete sie am Elisabeth-Krankenhaus Essen. Dort entwickelte sie sich von der Ärztin im Praktischen Jahr bis zur Leitenden Oberärztin. Sie leitete die Sektion Kinder- und Säuglingsanästhesie, war Stellvertreterin des Chefarztes und verantwortete das OP-Management.
Mit einem Chefarztposten hatte die 46-Jährige bereits länger geliebäugelt. Dass es schließlich in Gelsenkirchen so schnell ging, kam dennoch überraschend. Mitten im Weihnachtsshopping klingelte ihr Handy mit dem Jobangebot. Der kurze Arbeitsweg war für die Mutter zweier Kinder ein wichtiger Faktor. „Ich hätte für ein Jobangebot nie meine Familie entwurzelt“, sagt sie. Auch bei den anschließenden Gesprächen habe sich schnell ein gutes Gefühl eingestellt. Die Entscheidung für das EvK war damit gefallen.

Chefärztin möchte auch gelegentlich als Notärztin im Einsatz sein
In ihrer neuen Position möchte Lenk unter anderem die Digitalisierung weiter vorantreiben. Bereits in Essen hatte sie entsprechende Entwicklungen maßgeblich mitgestaltet. Zudem will sie ihre Erfahrungen aus einem Krankenhausverbund in ihre Arbeit am EvK einbringen. Auch ihrer Tätigkeit als Notärztin möchte sie treu bleiben. In Essen übernahm sie zuletzt drei bis vier Schichten pro Monat im Rettungsdienst. Auch in Gelsenkirchen will sie zumindest gelegentlich als Notärztin im Einsatz sein. „Mir ist es wichtig, die Stadt kennenzulernen und Kontakt zur Feuerwehr zu bekommen“, sagt sie.
Konzerngeschäftsführer Olaf Walter begrüßt die Verstärkung: „Mit Dr. Lenk gewinnen wir eine äußerst vielseitige und erfahrene Anästhesiologin.“ Lenk folgt auf Dr. Matthias Föcking, der mit Blick auf seinen bevorstehenden Ruhestand kürzertritt. Dem EvK bleibt er als Oberarzt in Teilzeit erhalten. Walter dankt Föcking ausdrücklich für seinen langjährigen Einsatz. Als Chefarzt und langjähriger Ärztlicher Direktor habe er das Krankenhaus „wegweisend geprägt“.




