Es ist eines der bedeutendsten Vorhaben, um den Strukturwandel im nördlichen Ruhrgebiet weiter voranzutreiben: Durch das hunderte Millionen Euro schwere Fünf-Standorte-Programm sollen bis zu fünf Großbauprojekte in Gelsenkirchen umgesetzt werden, von denen sich die Stadt prägende Impulse für die Stadtentwicklung verspricht. Für die Koordination der Großvorhaben hat die Verwaltung jetzt eine weitere Förderung vom Land erhalten.
Millionensumme für Gelsenkirchen: Förderprogramm umfasst insgesamt 662 Millionen
Insgesamt umfasst das Programm von Bund und Land rund 662 Millionen Euro. Neben Gelsenkirchen profitieren auch Duisburg, Hamm, Herne sowie der Kreis Unna. Im Schnitt entfallen etwa 132 Millionen Euro auf jeden Standort. Ziel bleibt, den Kohleausstieg bis 2038 nicht nur zu begleiten, sondern die betroffenen Regionen Schritt für Schritt wirtschaftlich neu aufzustellen.
Rund 1,4 Millionen Euro fließen jetzt in das Gelsenkirchener Projektbüro, das die Entwicklung im Rahmen des Fünf-Standorte-Programms steuert. Die Förderung ist auf vier Jahre angelegt, bis 2030. Enthalten sind dabei sowohl die Personalkosten für rechnerisch drei Stellen als auch die sächlichen Verwaltungs- und Betriebsausgaben.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur übergab den Förderbescheid in Düsseldorf. Oberbürgermeisterin Andrea Henze sagt: „Mit dieser Förderung können wir in Gelsenkirchen unsere erfolgreiche Arbeit fortsetzen, weiter die komplexen Projekte des Programms bestmöglich an den Start bringen und Erfolge wie bereits die Förderung des ,H2 Solution Lab‘ an der Westfälischen Hochschule oder die Revitalisierung der ehemaligen Zeche Westerholt fortsetzen.“
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So hat die Entwicklungsgesellschaft Neue Zeche Westerholt (EG NZW) erst kürzlich 56,2 Millionen Euro vom Land erhalten, um das rund 35 Fußballfelder große, ehemalige Industriegelände an der Grenze zwischen Gelsenkirchen-Hassel und Herten aufzubereiten. So soll Schritt für Schritt ein nachhaltiges Quartier mit Gewerbe-, Wohn- und Innovationsflächen entstehen. Auch das Projekt rund um das H₂ Solution Lab an der Westfälischen Hochschule kommt voran. Mit rund 41 Millionen Euro soll das Wasserstofflabor aufgebaut werden.

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Langfristig wird zudem über die Weiterentwicklung des Wissenschaftsparks in Ückendorf diskutiert. Ein weiteres Projekt ist die Zeche Hugo, die zu einem Technologie- und Innovationsquartier entwickelt werden soll. Hier könnten nach Vorstellung der Stadt sowohl Start-ups aus der Westfälischen Hochschule als auch externe Unternehmen angesiedelt werden.
Außerdem wird geprüft, ob auch der geplante Bildungs- und Innovationscampus am Zentralbad-Gelände über das Programm förderfähig ist. Damit könnte ein zusätzlicher Schwerpunkt im Bereich Bildung im Rahmen der Strukturförderung entstehen.





