Für Khadija, Mariam, Yusra, Sadun und Sefa ist diese Art der Nachmittagsbetreuung sicher einzigartig und einfach noch nie dagewesen – die Aufregung ist ihnen deutlich anzumerken: Die Fünftklässler des Schalker Gymnasium waren von der Liboriusstraße an die Ahstraße in der Gelsenkirchener City gekommen, um zu sehen, wie wir arbeiten. Normalerweise stellen wir ja immer die Fragen, aber dieses Mal mussten wir sie beantworten. Denn die aufgeregten Fünf waren als Kinderreporter unterwegs, mit Presseausweis natürlich.

Projektwoche am Schalker: Kinder entwickeln eigenes Interviewformat

Anlass für den Besuch ist das einmalige Event, das im Juli am Schalker gefeiert wird: Mit einem Festakt und anschließender, großer Kulturveranstaltung (Titel: NachtBlau) für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und vielen weiteren Gästen steht der 150. Geburtstag des Schalker Gymnasiums an. In den Tagen zuvor findet eine Projektwoche statt, bei NachtBlau sollen die Ergebnisse aller Projekte vorgestellt werden.

Und da kommen nun auch wieder Khadija (10), Mariam (10), Yusra (11), Sadun (11) und Sefa (10) ins Spiel: Denn im Rahmen ihrer Nachmittagsbetreuung am Schalker, hier ist die Caritas der Träger, entwickeln sie bis zum Geburtstag ihrer Schule ein Interviewformat. Noch wissen sie nicht genau, ob aus ihren vorbereiteten Fragen ein Podcast, eine Zeitung oder beispielsweise eine Doku werden wird. Die Interviews führen sie aber schon jetzt. Zum Beispiel mit Bürgermeister Manfred Leichtweis oder eben mit der Reporterin von der WAZ.

Junge Reporter erleben hautnah den Redaktionsalltag bei der WAZ Gelsenkirchen

Zuvor durften sich die jungen Reporter die Redaktion anschauen und haben einen Einblick in unseren Arbeitsalltag bekommen. Sie haben live zugesehen, wie die Zeitung von morgen entsteht und wie wir unsere Artikel schreiben, welche Computerprogramme wir dafür nutzen, wie wir recherchieren.

Und natürlich hatten sich Khadija, Mariam, Yusra, Sadun und Sefa auch sehr gut auf ihr eigenes Interview vorbereitet und sich im Vorfeld Fragen überlegt. Zum Beispiel: „Wie war Ihre Schulzeit?“ oder: „Waren Sie eine gute Schülerin?“ oder: „Wie haben Sie damals die Zeit nach dem Unterricht verbracht?“

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Auch die Frage nach Lieblingsverein oder Lieblingslied wurde gestellt – ebenso wie Fragen mit ernsterem Hintergrund, wie diese zum Beispiel: „Warum steigt der Bedarf für die Nachmittagsbetreuung Ihrer Meinung nach stetig an?“ Sicher ein Grund dafür ist, dass die Eltern oder Erziehungsberechtigten vermehrt im Nachmittagsbereich arbeiten gehen.