Zum sechsten Mal hatte der Verein Ruhrpoeten den Ruhrgebiets-Literaturwettbewerb ausgeschrieben, rund 100 Einsendungen waren daraufhin zum Thema „Zwischen uns“ eingegangen – und zum besten Text kürte die dreiköpfige Jury, zu der auch WAZ-Kulturchefin Jennifer Schumacher zählte, dann den Text „Thalschütz“. Dieser stammt aus der Feder von Jakob Wehner. Und natürlich soll der Autor bei der anstehenden Preisverleihung an diesem Donnerstag, 23. April, in Gelsenkirchen im Mittelpunkt stehen.

Zahlreiche Text-Auszüge werden bei der Siegerehrung vorgetragen

Doch auch andere Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die sich an dem Wettbewerb beteiligt hatten, werden im soziokulturellen Zentrum „Hier ist nicht da“ an der Bochumer Straße 138 in Ückendorf einige Auszüge aus ihren eingereichten Werken vorlesen. Wer das nicht selbst will, der kann auch die professionellen Schauspieler und Sprecher Tina Häntzschel und André Wülfing für sich das Vortragen vor Ort übernehmen lassen. Für die musikalische Begleitung sorgt das Duo „Unter anderem Max“ aus Bochum. Beginn ist um 19 Uhr.

Die dreiköpfige Jury bestehend aus Lukas Hermann, Inhaber der Ückendorfer Buchhandlung „Readymade“, Dr. Solvejg Nitzke von der Ruhr-Universität Bochum sowie WAZ-Ressortleiterin Schumacher hatte unter den eingereichten Texten zunächst 18 bestimmt, die es in eine Vorauswahl schafften. Schnell zeichnete sich dann ab, dass Wehners Text „Thalschütz“ auf dem ersten Platz landen würde. „Dieser wird im doppelten Sinne zu einem atmosphärischen Text“, lobt Nitzke. Denn Jakob Wehner ist Filmemacher, Medienpädagoge und Slam-Poet in einer Person. Er lebt in Köln. Und nun darf er sich über den Gewinn jener 1000 Euro freuen, mit denen der erste Platz dotiert war.

Wer dabei sein will, muss sich nur per E-Mail im Vorfeld anmelden

Rang zwei ging an Susanne Giebeler für ihren Text „Stein“, der dritte Platz wurde aufgeteilt zwischen Svenja Hünicke und ihrem Text „Dienstag“ sowie dem Text „Stadtangst“ von Ralph Segert. Erst nach der Entscheidung erfuhr die Jury, von wem die Texte stammten. „Wir anonymisieren alle Einreichungen, so dass jeder Text die gleichen Chancen hat – unabhängig von Alter, Bekanntheit oder Erfahrung des Schreibenden“, erläutert Kathrin Butt aus der Leitung des Klartext-Verlages.

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In diesem wird auch eine Anthologie mit dem Titel „Zwischen uns“ veröffentlicht, die Ende April 2026 erscheinen soll. Darin enthalten sind neben den Texten der vier Bestplatzierten noch zwölf weitere Wettbewerbstexte. Wer am Donnerstag, 23. April, im „Hier ist nicht da“ dabei sein will, der muss sich per E-Mail anmelden unter: kontakt@ruhrpoeten.org. Der Eintritt ist dann frei.