Am Ende flossen ein paar Freudentränchen – nicht nur bei der Siegerin, sondern auch bei ihrer Familie: Dillian Ibrahim kann mächtig stolz auf sich sein. Die 11-Jährige war zum Stadtentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs in die Gelsenkirchener Kinderbibliothek im Bildungszentrum gekommen und durfte diesen ziemlich glücklich als Gewinnerin wieder verlassen. Die Schülerin des Ricarda-Huch-Gymnasiums überzeugte die dreiköpfige Jury – wobei: Eigentlich waren alle teilnehmenden Kinder an diesem Tag echte Siegerinnen und Sieger.
Gelsenkirchen: Acht Kinder waren im Süden angetreten, sieben im Norden
Vor allem deshalb, weil sie sich etwas getraut haben und mutig waren: Denn vor Publikum und Fremden zu lesen, ist schließlich immer noch etwas anderes als vor den eigenen Eltern, den Geschwistern oder Freundinnen und Freunden. Acht Kinder waren im Stadtsüden angetreten, sieben Kinder im Norden. Sie besuchen jeweils Schulen nördlich und südlich des Kanals.
Im ersten Durchgang durften die Kinder einen Text ihrer Wahl vortragen. Dillian hatte sich beispielsweise für Otfried Preußlers „Krabat“ entschieden, Luka Loncar für „Abenteuer in Megaworld“ von Sven Gerhardt oder Hamza Rezaee für einen Titel von den „Drei ??? Kids“. Kurzum: Allein die Buchauswahl zeigte schon, wie vielfältig Lesen und vor allem Bücher sein können. Bewertet wurden dabei Lesetechnik, Interpretation und die Textstellenauswahl.
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Im zweiten Durchgang und nach einer kleinen Erfrischungspause wurde Luka, Hamza, Dillian und den anderen ein Buch und somit auch ein Text vorgelegt, den sie nicht kannten – um diesen dann ebenfalls vorzulesen. Der Titel: „Die Eiskinder“ von M. G. Leonard, ein fantastisches Abenteuer irgendwo zwischen Disneys „Eiskönigin“ und Hans Christian Andersens „Die Schneekönigin“. Und auch hier wurden die Lesetechnik und die Interpretation bewertet – was bei einem unbekannten Text ja noch einmal schwieriger ist.
Vorlesewettbewerb in Gelsenkirchen: Diese Kinder traten im Norden und Süden an
Eltern und weitere Angehörige zitterten im Publikum mit, während die Kinder konzentriert vorlasen. Für den Stadtsüden waren angetreten: Lorina Abazi (Gertrud-Bäumer-Realschule), Erdi Bersch (Gesamtschule Ückendorf), Meryem Yagmur Celik (Lessing-Realschule), Dillian Ibrahim (Ricarda-Huch-Gymnasium), Luka Loncar (Schalker Gymnasium), Hamza Rezaee (Hauptschule Emmastraße), Carlotta Schiborr (Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck) und Clara Stieglbauer (Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium).
Im Stadtnorden haben teilgenommen: Lena Laura Bulanda (Gesamtschule Horst), Noah Groß (Gesamtschule Berger Feld), Emir Karaca (Leibniz-Gymnasium), Louisa Koopmann (Gesamtschule Erle), Carlotta Rexroth (Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium), Jana Marie Schimohr (Realschule an der Mühlenstraße), Henri Wüstenberg (Max-Planck-Gymnasium).

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Dillian und Henri dürfen nun zum Bezirksentscheid. Wären sie dann wieder erfolgreich, würde es für sie zum Landesentscheid und dann zum großen bundesweiten Finale im Juni gehen. Der Vorlesewettbewerb wird vom Börsenverein organisiert. Alle weiterführenden Schulen können mit ihren sechsten Klassen daran teilnehmen. Vor dem jüngst ausgetragenen Stadtentscheid gab es noch den schulinternen Vorlesewettbewerb.
In Gelsenkirchen bekamen alle Teilnehmer eine Urkunde und ein Buchgeschenk. Die Sieger konnten neben einem weiteren Buch und einem Buch-Gutschein auch Tickets für sich und die Eltern für die Zoom-Erlebniswelt mitnehmen.








