Die Trennung von seinem Herzensverein lief nicht so, wie sie einer Clublegende wie ihm gerecht gewesen wäre. Im Frühjahr 2024 teilte Schalke 04 mit, dass der zum 30. Juni auslaufende Vertrag mit Gerald Asamoah als Leiter der Lizenzspielerabteilung nicht verlängert wird. Die ersatzlose Streichung der Stelle gehörte zum personellen Umbau des Clubs.

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„Jeder weiß, wie viel mir Schalke 04 bedeutet. Hier habe ich nicht nur Fußball gespielt und die ersten Schritte im Management gemacht, sondern mich in mehr als zwei Jahrzehnten zu dem Menschen entwickelt, der ich heute bin. Umso schmerzhafter ist es für mich, dass dieses Kapitel vorerst endet“, sagte Asamoah damals. Und weiter: „Dem Verein werde ich für immer verbunden bleiben. Für mich ist das mehr als ein Lippenbekenntnis: einmal Schalker, immer Schalker.“
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Und in dieser Liebe zu S04 liegt auch die Verbindung des Deutsch-Ghanaer zu Gelsenkirchen begründet. Für Asamoah konnte es daher keinen geeigneteren Ort als die Schauburg in Buer geben, um erstmals einen bewegenden und berührenden Film zu zeigen, der dokumentiert, wie Asamoahs Herzstiftung zusammen mit ihren Partnern Kindern in Ghana das Leben rettet. Dieser Film kann nun auch hier auf waz.de gestreamt werden:
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Gerald Asamoah ermöglicht in Ghana lebensrettende OPs für herzkranke Kinder
Geboren in einem kleinen Dorf in Ghana wurde Gerald Asamoah in Deutschland zum Fußballstar und auf Schalke zur Legende. Dabei hätte ein chronischer Herzfehler seine Karriere fast zerstört, bevor sie wirklich begann. Damals habe er sich geschworen: „Wenn ich jemals wieder auf dem Platz stehen kann, will ich etwas zurückgeben.“
Dieses Versprechen hat er mit seiner Stiftung, die er 2007 gegründet hat, eingelöst. Zusammen mit der Bonner Organisation „Kinderherzen“ hat Asamoah im vergangenen Jahr zum zweiten Mal einen lebensrettenden Einsatz in seinem Heimatland Ghana organisiert.

„Bisher bestand die Arbeit der Stiftung vor allem darin, Kindern aus dem Ausland eine Operation in Deutschland zu ermöglichen. Aber hier kostet eine OP durchschnittlich um die 30.000 Euro. Da sind Kosten für Reise und Unterkunft noch gar nicht eingerechnet. Da kam uns die Idee, auch direkt im Ausland zu operieren“, berichtet Stiftungs-Geschäftsführer Jens Conrad. „Und für mich war es schon immer ein Traum, meinem Heimatland Ghana etwas zurückzugeben“, fügt Asamoah hinzu.
Duisburger Ärzte und Pfleger retten Kindern mit Herzfehlern in Ghana das Leben
In einer Woche hat ein medizinisches Team des Herzzentrums des Evangelischen Klinikums Niederrhein in Duisburg ehrenamtlich vier Kinder am offenen Herzen operiert und bei 17 Kindern einen Katheter-Eingriff vorgenommen.
Denn noch bedeuten Herzfehler in Ländern wie Ghana meist „ein Todesurteil“, erklärte Chefarzt Michael Scheid bei der Filmvorstellung in der Schauburg. Jedes hundertste Kind kommt mit einem Herzfehler zur Welt. Mehr als 90 Prozent von ihnen haben jedoch keinen Zugang zu einer Behandlung. Nicht nur in Ghana, sondern weltweit fehlt es an Kinderherz-Spezialisten. „Das hängt damit zusammen, dass es sehr komplex ist und die Ausbildung sehr, sehr lange dauert. Und es ist auch emotional etwas anderes, ob man ein Kind oder einen Erwachsenen am offenen Herzen operiert. Das kann nicht jeder“, so Scheid.
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„Es waren emotionale Tage, wir haben viele Familien und kleine Herzpatienten mit ihren berührenden Geschichten und Schicksalen kennengelernt. Das medizinische Team hat im UGMC-Krankenhaus in Accra quasi rund um die Uhr gearbeitet, um so vielen Kids wie möglich zu helfen. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich diese Menschen ehrenamtlich in ihrer Freizeit in einem fremden Land so aufopferungsvoll engagieren“, bedankten sich Asamoah und Conrad in Gelsenkirchen abermals bei den Ärzten, Pflegern und Partnern, ohne die die lebensrettenden Operationen nicht möglich wären.
In einem Fall aber konnten die Mediziner vor Ort aber nicht helfen: Der fünfjährige Kofi litt seit seiner Geburt an einem sehr komplexen Herzfehler mit vertauschten Gefäßen, ungünstig gelegenen Trennwanddefekten und Engstellen im Herzen. Darüber hinaus liegt Kofis Herz verdreht im Brustkorb. Hier trat Gerald Asamoah mit seiner Stiftung einmal mehr für herzkranke Kinder auf den Plan und sorgte dafür, dass Kofi für die lebensnotwendige Operation nach Deutschland fliegen konnte. Wie gut es ihm heute geht, konnte man in der Schauburg sehen. Wer nicht zuvor bei der Filmvorführung den Tränen nahe war, der war es spätestens, als er das Lächeln dieses kleinen Jungen sah und die berührenden Dankesworte seiner Mutter hörte.
Weitere Informationen zur Stiftung und eine Möglichkeit zu spenden, gibt es auf www.gerald-asamoah-stiftung.de







