„Man kann nichts tun, wir können einfach nur zuschauen, wie das Wasser steigt.“ Dieser Satz, den eine Bewohnerin in Kettwig vor der Brücke am 15. Juli 2021 sagte, steht für die Ohnmacht, die die Menschen vor fünf Jahren im Essener Süden empfanden. Vormittags wurden Kupferdreh, Steele und Werden von der Ruhr durchflutet, am Nachmittag umtosten die Wassermassen die Häuser im Stadtteil Kettwig.
Evakuierungen und Brückeneinsatz
Noch am Abend zuvor, teilweise sogar am frühen Morgen des Katastrophentages wirkte alles halb so schlimm. Die Regenfälle, die Tief „Bernd“ mit sich brachte, waren in Essen nicht so heftig gewesen. Aber andernorts tobten Unwetter, und das wirkte sich insgesamt aus: Der Deilbach trat über die Ufer. Ebenso hatte die Ruhr am 15. Juli die Hochwassergrenze überschritten, beinahe minütlich schwoll der Fluss an.



