Registrierungsaktion für Daniela aus Essen

  • Daniela aus Essen bekam während eines Urlaubs auf Teneriffa plötzlich die Diagnose Leukämie.
  • Sie benötigt dringend eine Stammzellspende, doch wegen ihrer deutsch-philippinischen Wurzeln ist die Suche nach einem passenden Spender oder einer Spenderin besonders schwierig.
  • Ihr Freundeskreis und die DKMS organisieren deshalb eine Registrierungsaktion für Samstag, 2. Mai, von 11 bis 18 Uhr in der Weststadt Akademie.

Einen entspannten Urlaub wollte Daniela gemeinsam mit einer Freundin auf Teneriffa verbringen. Doch gerade angekommen auf der Kanarischen Insel bekam die Essenerin starke Halsschmerzen, Fieber und unerklärliche Hämatome. In der Klinik stellten die Mediziner schnell fest, dass mit ihren Blutwerten etwas nicht stimmte. Sie veranlassten weitere Untersuchungen. Noch in derselben Nacht bekam Daniela die Diagnose: Blutkrebs. Die Form, unter der sie leidet, die akute myeloische Leukämie (AML), ist aggressiv und schreitet schnell voran.

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„Es war in dem Moment besonders schwer – auch wegen der Sprachbarriere und der gesamten Situation im Ausland“, sagt die 44-Jährige. „Rückblickend hatte ich in Deutschland schon erste Symptome wie Waden- und Rückenschmerzen und war schneller erschöpft als sonst. Da ich das nicht richtig einordnen konnte und bei Arztbesuchen kein Anlass für eine Blutuntersuchung gesehen wurde, bin ich trotzdem wie geplant nach Teneriffa geflogen.“

In Deutschland erhält Essenerin Daniela eine Chemotherapie

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Das war Anfang März. Seit der Diagnose hat sich Danielas Leben um hundertachtzig Grad gedreht. Vorher arbeitete sie im Marketingbereich, war in ihrer Freizeit viel unterwegs, liebte es zu tanzen, zu singen und zu lachen. Dani, wie ihre Freunde sie nennen, beschreibt sich selbst als lebensfrohen und positiven Menschen. Jetzt muss sie um ihr Leben bangen. Ihr Alltag ist geprägt von Klinikaufenthalten und Therapien.

Daniela aus Essen
Daniela (links) erhält in der schweren Zeit Unterstützung von ihrer besten Freundin Melli. Vor der Diagnose sind sie gerne gemeinsam gereist, das Foto ist in Prag entstanden.© privat | Daniela

„Nach der Diagnose wurde ich auf der Intensivstation im Krankenhaus auf Teneriffa behandelt“, berichtet sie. Als sie stabil genug war, konnte sie nach Deutschland transportiert werden. Seitdem wird sie stationär behandelt, unter anderem mit einer Chemotherapie. Schnell stellte sich zudem heraus, dass sie eine Stammzelltransplantation braucht.

Daniela hat deutsch-philippinische Wurzeln

Die Zeit drängt. Und die Suche nach einem passenden Spender oder einer passenden Spenderin ist in Danielas Fall kompliziert. Sie hat deutsch-philippinische Wurzeln, dadurch ist es noch schwieriger, ein „Match“ zu finden, also einen sogenannten genetischen Zwilling. „Die Merkmale, auf die es ankommt, sind regional unterschiedlich“, erklärt Lena Valentin von der DKMS.

Typisierungsaktion für Daniela

Die Aktion findet am Samstag, 2. Mai, von 11 bis 18 Uhr in der Weststadt Akademie an der Thea-Leymann-Straße 35 in Essen statt.

Aufgerufen sind alle Personen, die noch nicht registriert sind und helfen möchten. Potenzielle Spender sollten selbst gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt sein.

Wer möchte, kann sich das Registrierungsset auch über www.dkms.de/daniela nach Hause schicken lassen.

Nach einem Wangenabstrich werden die Proben im Labor untersucht und die Daten für die weltweite Spendersuche zur Verfügung gestellt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass registrierte Personen zu Spendern werden, liegt laut DKMS bei etwa einem Prozent.

In den internationalen Stammzellspenderdateien konnte bislang kein geeigneter Spender gefunden werden, auf den Philippinen gibt es laut Valentin keine eigene Datei. Möglich sei es aber auch, dass eine Person für die Stammzellspende geeignet sei, die selbst keinen Bezug zu den Philippinen habe. Jede einzelne neue Registrierung sei deshalb wichtig.

Spender für Daniela gesucht: Typisierungsaktion in Essen

„Das Wichtigste ist, dass Dani die bestmögliche Chance auf Heilung bekommt. Dafür braucht es ein passendes Match“, sagt Danielas beste Freundin Melli. „Dieser eine Mensch kann für sie den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.“ Ihr Freundeskreis ruft nun gemeinsam mit der DKMS zur Typisierungsaktion in Essen auf. Auch das „Töchterkollektiv“ unterstützt die Aktion.

Der Zuspruch hilft Daniela schon jetzt dabei, die Therapien zu bewältigen und Hoffnung zu bewahren. „Körperlich ist es ein Auf und Ab – mein Körper leistet gerade sehr viel, und das spüre ich natürlich“, sagt sie. „Mental bin ich grundsätzlich ein sehr positiver Mensch. Es gibt Momente, die schwer sind, aber ich versuche, meinen Fokus bewusst auf das zu richten, was mir Kraft gibt.“ Dazu gehört auch die Aussicht auf die Registrierungsaktion in Essen.