Thyssenkrupp habe mit Fußball und Currywurst eine Gemeinsamkeit, sagt Konzernchef Miguel López. „Sie gehören zum Ruhrgebiet wie die Kohle zum Bergwerk.“ Doch was wird aus Thyssenkrupp, wenn López seine weitreichenden Pläne für einen Umbau des Essener Traditionskonzerns umsetzt? Bleibt Thyssenkrupp so prägend für das Ruhrgebiet wie bisher? Hat der Stahl von Thyssenkrupp eine Zukunft? Und kann das Unternehmen in den kommenden Jahren ein guter und verlässlicher Arbeitgeber sein?

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Am Dienstag, 17. März, steht Thyssenkrupp-Chef López Leserinnen und Lesern Rede und Antwort, wenn WAZ-Chefredakteur Andreas Tyrock zur Veranstaltung „Ruhrgebiet, wir müssen reden!“ einlädt. „Thyssenkrupp und das Ruhrgebiet stehen vor großen Herausforderungen. Wir reden darüber“, sagt Andreas Tyrock, der die Veranstaltung ab 17 Uhr gemeinsam mit WAZ-Wirtschaftsredakteur Ulf Meinke in der FUNKE-Zentrale am Essener Jakob-Funke-Platz moderiert.

Chefredakteur Andreas Tyrock
Ruhrgebiet, wir müssen reden!“ ist eine Gesprächsreihe von WAZ-Chefredakteur Andreas Tyrock mit namhaften Akteuren aus dem Ruhrgebiet. © FUNKE Foto Services | Kerstin Kokoska

Leserinnen und Leser können vorab digital Fragen an Thyssenkrupp-Chef López einreichen. Unter den Teilnehmern verlosen wir eine begrenzte Zahl an Plätzen für die Veranstaltung mit dem Thyssenkrupp-Chef. Besuchen Sie für eine Teilnahme die Website www.waz.de/ruhrgebiet.

„Angetreten, um hier eine Mission zu erfüllen“

Seit Anfang Juni 2023 ist Miguel López Vorstandsvorsitzender von Thyssenkrupp. Im Juni vergangenen Jahres hat der Aufsichtsrat des Konzerns seinen Vertrag bis Ende Mai 2031 verlängert. Er sei, „angetreten, um hier eine Mission zu erfüllen“, sagte López vor einigen Monaten im WAZ-Podcast „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story“.

Mit großer Konsequenz treibt der Manager den Umbau der Industrieikone aus Essen voran. Mit dem indischen Milliardär Naveen Jindal verhandelt der Thyssenkrupp-Vorstand seit einigen Monaten über einen möglichen Verkauf des traditionsreichen Stahlgeschäfts mit großen Standorten in Duisburg, Bochum, Gelsenkirchen und Dortmund. Aus der Thyssenkrupp AG will López eine schlanke Finanzholding mit nur noch rund 50 Jobs machen.

Die Diskussion mit Miguel López ist der Auftakt für weitere Gespräche in der Reihe „Ruhrgebiet, wir müssen reden!“ mit namhaften Akteuren aus dem Ruhrgebiet. Im Mittelpunkt stehen die zentralen Konflikt- und Zukunftsfragen der Region. „Vor unserer Haustür gibt es tiefgreifende Veränderungen — wirtschaftlich, sozial, kulturell. Viele Menschen haben Fragen, Sorgen und Erwartungen, fühlen sich aber in öffentlichen Debatten oft nicht gehört. Das wollen wir ändern“, sagt Andreas Tyrock. Das Gespräch mit Thyssenkrupp-Chef López wird live ab 17 Uhr auf www.waz.de übertragen.