Streik bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo): Rund 150 Beschäftigte haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Mittwoch (25. Februar) ihre Arbeit niedergelegt. Die Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen demonstrierten in der Essener Innenstadt für eine Lohnerhöhung.

Notbetreuung und Schließungen in Essener Awo-Kitas

Am stärksten betroffen hat der Streik erneut die 23 Awo-Kitas. Vier Kitas blieben komplett geschlossen: die Kitas am Rathaus (Ostviertel), am Ruhrkolleg (Huttrop), an der Grillostraße (Nordviertel) sowie an der Ückendorfer Straße (Katernberg). In anderen Kitas konnten nach Angaben der Awo insgesamt 16 weitere Gruppen nicht öffnen.

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„Alle Eltern sind im Vorfeld informiert worden“, so Awo-Sprecher Markus Grenz. Dort, wo es möglich sei, habe man Notgruppen eingerichtet und berufstätige Eltern besonders berücksichtigt. Im Julius-Leber-Haus in Kray-Leithe blieb der Kinder- und Jugendbereich geschlossen.

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Bereits Anfang des Monats waren streikbedingt fünf Kitas ganztägig geschlossen, in mindestens zehn weiteren Einrichtungen gab es nur eine Notbetreuung.

Tarifverhandlungen für Awo-Beschäftigte

Mit dem Streik will Verdi den Druck nach der gescheiterten zweiten Verhandlungsrunde erhöhen. Die Gewerkschaft fordert in den laufenden Tarifverhandlungen 500 Euro mehr für alle Beschäftigten sowie 300 Euro mehr für Auszubildende. Darüber hinaus verlangt Verdi Verbesserungen für Nachwuchskräfte, unter anderem einen zusätzlichen Urlaubstag für Auszubildende und die Anpassung von Zulagen und Zeitzuschlägen. Zudem setzt sich die Gewerkschaft für drei zusätzliche freie Tage für Verdi-Mitglieder in der Awo ein.