Die Freibad-Saison in Essen beginnt mit der Eröffnung des Grugabads und des Freibads Hesse in Dellwig. Auch im Seaside-Beach öffnet die Bade-Stelle. Blickt man einige Jahrzehnte zurück, war die Schwimmlandschaft noch deutlich größer in der Stadt, denn man nutzte auch intensiv die freien Gewässer. Damals gab es noch das Strandbad Baldeney auf der Fläche, wo sich heute das Seaside-Beach befindet. Gegenüber lag das Strandbad am Haus Scheppen, in den Stadtteilen Werden und Steele-Horst gab es Ruhrbäder.
Bis 1965 war das Baden in freien Gewässern wie der Ruhr und dem Baldeneysee erlaubt, erst dann wurde es wegen der hohen bakteriellen Belastung grundsätzlich verboten. Die Essener Bäder an See und Fluss erhielt aber – trotz mäßiger Wasserqualität – regelmäßig eine Ausnahme. Erst 1973 beschloss die Stadt Essen, diese Genehmigung nicht mehr zu erteilen. Bis in die 80er-Jahre blieben die Betonbecken am Strandbad Baldeney, dann wurden auch sie geschlossen. 2017 eröffnete schließlich die Badestelle am Seaside Beach.
Baden in Ruhr, Baldeneysee und Freibädern: Historische Ansichten




