Frühlingserwachen rund um das UNESCO Welterbe Zeche Zollverein: Unter dem Motto „Glückauf – fertig los!“ feiert Essens berühmtestes Industriedenkmal mit über 40 Mitmachaktionen, Ausstellungen, Führungen und anderen Aktivitäten den Start in eine neue Saison. Für das Global Gate, das aus 37 Frachtcontainern gestaltete Brandenburger Tor auf dem Forum am Ruhrmuseum, heißt es hingegen Abschiednehmen. Wer es noch einmal sehen möchte, hat am Eröffnungstag definitiv die letzte Chance.

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Am Sonntag, 30. März, zwischen 10 und 18 Uhr können Besucher und Besucherinnen die meisten Angebote zum Nulltarif genießen. Wir stellen einige Highlights vor.

Organisatoren in Essen rechnen wieder mit vielen Gästen am Eröffnungstag

Zum Saisonauftakt dürfte auf Zeche Zollverein wieder ordentlich etwas los sein. Bei vorausgesagtem trockenem Wetter wird das Angebot in der Regel von sehr vielen Menschen wahrgenommen, denn die Gelegenheit, das Welterbe besser kennenzulernen und dabei auch noch ausgefallene Mitmachaktionen und Ausstellungen sehen zu können, die gibt es nur einmal im Jahr – eben zur Saisoneröffnung.

Wer das „Global Gate“ auf Zeche Zollverein bislang noch nicht besucht hat, kann das zur Saisoneröffnung nachholen. Das Brandenburger Tor wurde aus Frachtcontainern gestaltet.
Wer das „Global Gate“ auf Zeche Zollverein bislang noch nicht besucht hat, kann das zur Saisoneröffnung nachholen. Das Brandenburger Tor wurde aus Frachtcontainern gestaltet.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann

Essen und Trinken: Als ein Highlight stufen die Organisatoren die Eröffnung der neuen Gastronomie „deinKult Kokerei“ ein. Das Café befindet sich an der Mischanlage der Kokerei. Es ist völlig neugestaltet. Neben typischen regionalen Gerichten gibt es in der spektakulären Location der Mischanlage auch vegane, halal und vegetarische Speisen. Kaffee und Kuchen stehen ebenfalls auf der Karte. Dieses ist eines der wenigen Angebote, bei dem die Besuchenden bezahlen müssen. Da das Café vielen aus Altenessen bekannt ist und auf Zollverein neu eröffnet, könnte es zu Besucherstaus kommen: Geduld ist angesagt. Neben dem neuen Café kann man auch in der Gastronomie von PACT-Zollverein, im Casino Zollverein oder im Restaurant Mine einkehren.

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Das Kokerei-Café auf Zollverein, hier eine Außenaufnahme vom Februar 2025, wurde komplett umgebaut und wird zum Saisonstart eröffnet.
Das Kokerei-Café auf Zollverein, hier eine Außenaufnahme vom Februar 2025, wurde komplett umgebaut und wird zum Saisonstart eröffnet.© FUNKE Foto Services | Socrates Tassos
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Outdoor: Wer es lieber sportlich mag, der liegt bei Parkour und Soccergolf richtig. Die Trendsportart Parkour kann man ausprobieren und sich darüber informieren. Bei dieser Sportart, die seit einigen Jahren immer beliebter wird, kommt es darauf an, im urbanen Raum Hindernisse so elegant wie möglich zu überwinden, was Training und Körperbeherrschung fordert.

Soccergolf, die unterhaltsame Mischung aus Fußball und Golf, bietet die perfekte Gelegenheit, die Vielfalt des Welterbes Zollverein beim Spiel unter freiem Himmel zu entdecken. Ziel des Spiels ist, einen Fußball mit möglichst wenigen Schüssen durch einen Parcours mit neun Toren zu bringen. Von der Zeche bis zur Kokerei führt die Spielstrecke mitten durch die besondere Architektur und Industrienatur des Welterbes. Start und Ausgabe der Bälle: am Infopunkt A2. Am besten aber bringt man einfach einen eigenen Ball mit.

Die Trendsportart Parkour hat längst auch die Zeche Zollverein erreicht. Beim Schnupperkurs für Familien erlernen sportliche Besucher Grundkenntnisse für das richtige Springen und Abrollen.
Die Trendsportart Parkour hat längst auch die Zeche Zollverein erreicht. Beim Schnupperkurs für Familien erlernen sportliche Besucher Grundkenntnisse für das richtige Springen und Abrollen.© FUNKE Foto Services | Dirk A. Friedrich

Ausstellung „Faszination Zollverein“ illustriert den Wandel vom Industriestandort zum Kulturzentrum

Ausstellungen: Wer sich an Fotografien der Zeche Zollverein nicht sattsehen kann, der geht zur Eröffnung der Ausstellung „Faszination Zollverein“ in der Mischanlage der Kokerei. In 65 großformatigen Fotografien verdeutlicht der renommierte Fotograf Thomas Stachelhaus den Wandel von einem Ort der Industrie hin zu einem Zentrum für Kunst, Kultur, Bildung, Freizeit und Wirtschaft, das jährlich rund 1,7 Millionen Gäste fasziniert.

Die Fotografien zeigen starke Kontraste: Original erhaltene Übertageanlagen, in denen einst Kohle gefördert und Koks gebacken wurde, stehen modernen Neubauten gegenüber, die heute unter anderem Start-up-Büros, Kunst-Ateliers und Tanzschulen beherbergen. Ob bei Tag oder Nacht, in Schwarz-Weiß oder in Farbe – jedes Bild erzählt die Geschichte dieses lebendigen Industriedenkmals auf seine eigene Weise.

„Warum fotografiert man Blumen“? Diese Frage soll den Betrachter der Fotografien des in China geborenen Xiaole Ju in der Ausstellung begleiten. Die Bilder findet man im Rundeindicker der Kohlenwäsche.

Im ehemaligen Schalthaus am Schacht XII ist die Ausstellung von Mayk Förster „Auswüchse – Phänomene des modernen Fortbewegungskomplexes“ zu sehen. Es handelt sich um eine Ausstellung der Folkwang Universität der Künste.

Mitmachaktionen: Kinder, aber auch Familien sind eingeladen, eine Rätsel-Reise durch das Ruhrmuseum zu starten. Gemeinsam lösen die Teilnehmer Rätsel rund um „die schönste Heimat der Welt“: das Ruhrgebiet. Weitere Aktionen finden im Salzlager („Wunschglas to go“ und „Wünsche an das Universum“) und im Kammgebäude („Schnupperkurs zur Seifenherstellung“) statt.

Führungen: Mit einer Vielzahl an verschiedenen Themenführungen werden Interessierte aller Altersklassen angesprochen. Von „Unterwegs in der Dauerausstellung des Ruhrmuseums“, über die „Doppelschicht“, eine Kombi-Führung, „Grubenlicht und Wetterzug“, „Kohlenwäsche mit Ausblick“, geht es bis zur „Rätsel-Reise“ im Ruhrmuseum und Familienführungen durch das Red Dot Designmuseum und die Mitmachzeche. Zu den Führungen gibt es weitere Informationen auf zollverein.de. Die Anmeldung ist ebenfalls dort möglich.

Auch zu anderen Programmpunkten der Saisoneröffnung gibt es auf der Internetseite des Welterbes weitere Informationen. Dort stehen auch Anfangszeiten, die vor allem bei den Führungen wichtig sind. Die Organisatoren bitten die Besucher und Besucherinnen aus Essen, möglichst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen oder auch das Fahrrad zu nutzen.

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