Gegen die geplante CO₂-Leitung durch den Duisburger Wald rufen Fridays for Future, die Deutsche Waldjugend und der BUND zu einer Demonstration auf. Die Umweltorganisationen wollen verhindern, dass Open Grid Europe seine Pläne für eine Pipeline mitten durch den Wald umsetzt. Das Vorhaben könnte die Stadt bis zu 17 Hektar Wald kosten.

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Demo gegen CO₂-Pipeline: Start vor dem Duisburger Hauptbahnhof
Die Demo beginnt am Sonntag, 11. Oktober, um 15 Uhr vor dem Duisburger Hauptbahnhof. Von dort ziehen die Teilnehmer über die Oststraße bis zum Waldspielplatz. Der Wald sei Lebensraum, Erholungsort und ein wichtiger Teil des Stadtklimas, heißt es im Aufruf des Bündnisses. Es gehe um Natur, „die nicht einfach ersetzt werden kann“.
In Duisburg sollen nach den Plänen von Open Grid Europe zwei Stränge des Delta Rhine Corridors zusammentreffen: einer aus dem Raum Köln/Wesseling, einer aus Gelsenkirchen. Für den Verlauf durch Duisburg hat OGE mehrere Varianten vorgeschlagen, darunter eine durch den Stadtwald. Ein anderer Verlauf könnte die CO₂-Leitung durch das Neubaugebiet 6-Seen-Wedau und entlang der A3 bis zum Kreuz Kaiserberg führen.
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Der Delta Rhine Corridor (DRC) soll Kohlendioxid aus Industrieanlagen zur Nordsee transportieren, wo das klimaschädliche Gas in früheren Erdgaskavernen eingelagert werden soll. Bis zu 20 Millionen Tonnen CO₂ sollen pro Jahr hindurchfließen. Der DRC gehört zu einem bundesweit geplanten CO₂-Netz von rund 1000 Kilometern Länge, für das OGE mehr als eine Milliarde Euro investieren will.
Widerstand gegen CO₂-Pipeline durch Duisburg wächst: Tausende unterschreiben Petition
Der genaue Trassenverlauf steht noch nicht fest. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung, die seit Ende September läuft, können Bürger Einwände einbringen. Erst nachdem im März 2027 eine Vorzugsvariante feststeht, beginnt das Planfeststellungsverfahren. Auch dabei wird die Öffentlichkeit beteiligt. Wo die Leitung gebaut werden darf, legt erst der Planfeststellungsbeschluss fest.

In Duisburg organisiert sich seit Ende August Widerstand gegen den Verlauf der geplanten Pipeline durch den Duisburger Wald. Eine Online-Petition der Waldjugend haben bislang rund 8200 Menschen unterzeichnet. Jetzt geht der Widerstand mit der Demonstration unter dem Motto „Unser Wald bleibt. Keine Pipeline durch den Duisburger Wald“ auf die Straße.





