WAZ-Redakteurin Sarah Schlüter hat den Deutschen Preis für Klimajournalismus in der Kategorie „Lokal“ erhalten. Die Jury zeichnete ihre dreiteilige Klima-Recherche zu Hitze und ihren Folgen für die WAZ-Lokalredaktion Duisburg aus. Die Preisverleihung fand am 24. September auf dem Extremwetterkongress in Hamburg statt.

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Das Netzwerk Klimajournalismus zeichnet mit dem Preis Beiträge in Print, Online, Video und Audio aus. Damit will das Netzwerk nach eigenen Angaben die Qualität und Intensität des Klimajournalismus in Deutschland fördern. In diesem Jahr wählte die Jury aus über 100 eingereichten Beiträgen die Gewinner aus und vergab Auszeichnungen in den Kategorien „Hauptpreis“ und „Lokal“ sowie einen undotierten Ehrenpreis für besonderes Engagement im Klimajournalismus. Der Preis in der Kategorie „Lokal“ ist mit 2000 Euro dotiert.
Recherche zum Klimawandel in Duisburg
In ihrem dreiteiligen Projekt zeigt Schlüter basierend auf wissenschaftlichen Daten mit interaktiven Grafiken und Visualisierungen, wie sich das Klima in Duisburg in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Sie macht sichtbar, in welchen Stadtteilen Menschen besonders von Hitze- und Umweltbelastungen betroffen sind und welche gesundheitlichen Folgen das für Bürgerinnen und Bürger hat. Im dritten Teil zeigt sie mit Vorher-Nachher-Bildern anschaulich, wie Duisburg aussehen könnte, wenn sich die Stadt an den Klimawandel anpasst – mit blau-grüner Infrastruktur, Beschattung und autofreien Zonen.

Hier geht’s zum Projekt:
„Der Extremsommer 2026 hat deutlich gezeigt, wie viel Nachholbedarf beim Hitzeschutz an vielen Orten in Deutschland besteht. Klimaanpassung ist eine kleinteilige Aufgabe. Solche Beiträge sind daher genau das, was wir jetzt brauchen“, betont Frank Böttcher, Organisator des Extremwetterkongresses und Juror. „Sarah Schlüter hat mit diesem Gesamtpaket einfach alles richtig gemacht: Sie stellt mit Zahlen und Fakten den Ist-Zustand in Duisburg und die drohende Entwicklung dar, erklärt, wieso manche Stadtviertel besonders vulnerabel sind, und zeigt konkrete Lösungen auf. Ganz nebenbei schuf sie mit ihrer Serie eine Blaupause für andere Lokaljournalisten, die über Hitzeschutz in ihrer eigenen Stadt berichten wollen.“
Erstes Klima-Volontariat Deutschlands
Das Projekt bildete den Abschluss des Klima-Volontariats, das Schlüter als erste bei der WAZ absolvierte. Es verbindet die klassische Ausbildung in Mantel- und Lokalredaktionen mit Stationen, die auf Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz zugeschnitten sind. Dazu zählt Berichterstattung für die Rubrik „Fair Ändern“ der WAZ sowie externe Stationen in den Pressestellen des Wuppertal Instituts und der Emschergenossenschaft.




