Es hat schon wieder gebrannt, diesmal im Recyclingbetrieb Blumenroth an der Kaßlerfelder Straße in Duisburg. Gegen 6 Uhr am Sonntagmorgen ging der Alarm bei der Feuerwehr Duisburg ein. Die Kräfte, die zuerst vor Ort waren, haben Rauch und Flammen aus einem Lagerhaufen festgestellt. Eine Warnung über die Warn-App Nina ging an die Duisburger Bevölkerung raus. „Der Rauch ist sichtbar und zieht Richtung Südosten. Bitte halten Sie im betroffenen Bereich die Fenster und Türen geschlossen“, heißt es. Personen sind nicht verletzt worden. Über der Einsatzstelle ist eine Rauchwolke wahrnehmbar. Erst am frühen Abend gab‘s Entwarnung. Die Kaßlerfelder Straße bleibt allerdings weiter gesperrt. Wer nach Neuenkamp muss, kommt über die Schifferstraße und Essenberger Straße hin.
Feuerwehr bildet Riegel – so soll ein Übergreifen der Flammen verhindert werden

Die 100 Feuerwehrleute haben zunächst zwei Einsatzabschnitte zur Brandbekämpfung gebildet und sich in einer sogenannten Riegelstellung formiert. So soll ein Übergreifen der Flammen verhindert werden. Eine Wasserversorgung wurde aufgebaut. Dafür waren neben Sonderfahrzeugen auch ein Feuerlöschboot vor Ort. Wasser wurde aus der Ruhr gepumpt, um die Flammen zu bekämpfen. Im Laufe des Vormittags wurde die Zahl der Einsatzkräfte auf 60 Personen reduziert. Es ist übrigens die gleiche Mannschaft, die auch schon am Freitagabend zur Schrottinsel im Hafen ausrücken musste. „Als ich heute Morgen zum Dienst gekommen bin, habe ich schon gesehen, dass keine Fahrzeuge mehr auf dem Hof stehen. Ich wurde dann direkt zum Einsatzort geschickt“, erklärt einer der Helfer.
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In Brand geraten ist gemischter (Bau-)Schutt auf etwa 300 Quadratmetern. Von außen sind die Wände der Halle teilweise verkohlt. Vor Ort erzählte man sich, dass aus einem Akku eine Stichflamme gekommen sein soll. Was genau in Brand geraten ist, werden aber Brandsachverständige der Polizei noch klären müssen.

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Die Firma Blumenroth gibt es seit 40 Jahren. Gewerbebetriebe, die Industrie, aber auch Privatleute gehören zu den Kunden. Erst im Frühjahr hatte die Firma ein Projekt vorgestellt, bei dem mithilfe von künstlicher Intelligenz Brände verhindert werden sollen. Feuer, ausgelöst etwa durch Altbatterien, sind eine ständige Brandgefahr in Recyclinganlagen. Ein gemeinsames Projekt des Duisburger Entsorgungsunternehmens Blumenroth und des Zentrums für angewandte künstliche Intelligenz in Duisburg soll eigentlich solche Gefahrenquellen ausfindig machen. Mitarbeiter der Firma Blumenroth waren am Sonntag alarmiert worden und halfen etwa mit Baggern, den Schrott auseinanderzuziehen.

Einsatz wird mehrere Stunden dauern
Schicht für Schicht wurde abgetragen, bewässert und neuer Schutt darauf gestapelt. „Erfahrungsgemäß dauert es, bis so ein Brand gelöscht ist“, erklärte der Lagedienst auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Einsatzdauer summierte sich am Ende auf etwa zehn Stunden.

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Es ist bereits der zweite Brand eines Recyclingbetriebs am Wochenende. In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte es auf der Schrottinsel gebrannt. Auch bei der Firma Blumenroth hat es in der Vergangenheit schon gebrannt. 2020 wurden die Flammen ebenfalls mit Wasser aus der Ruhr bekämpft.





