Auf den WDR sind viele MSV-Duisburg-Fans nicht gut zu sprechen: In der Vergangenheit gab’s immer wieder Ärger, weil im „Dritten“ nur vereinzelte Spiele der Meidericher übertragen wurden. Doch jetzt macht der Kölner Sender vieles wieder gut. In der Reihe „Meine Heimat. Mein Verein.“ widmet er dem MSV eine eigene Doku – und trifft die Zebras damit mitten ins Herz.

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Das zeigte sich schon bei der exklusiven Preview des 45-minütigen Films „Duisburg und der MSV“ im Duisburger UCI-Kino: Während der Vorstellung wischte sich so mancher Zuschauer die Tränen aus den Augen. Denn eins ist klar: Die Doku erzählt Geschichten, die unter die Haut gehen – nicht nur Duisburgern.
Neue MSV-Doku: Geschichten gehen unter die Haut

Da ist Lea Bursch, die mit zwölf Jahren an Krebs erkrankte (wir berichteten). Für sie ist der MSV eine wichtige Stütze. Der Verein, sagt Lea, gebe ihr Kraft. In der Doku wird die junge Bottroperin nach ihrer letzten Chemo im Krankenhaus gezeigt: Das Klinikpersonal klatscht Beifall, während die Gymnasiastin einen Duisburg-Sticker auf eine Tafel klebt, um sich damit auf der Kinderkrebsstation zu verewigen.
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Da ist Nicki Beaujean, die die Lebensgeschichte des ehemaligen MSV-Spielers Michael Tönnies als Hörbuch herausbringt, um an den 2017 verstorbenen Kult-Kicker zu erinnern. Da ist der „Tornado“ selbst: Wie er nach seiner Lungentransplantation als Stadionsprecher aufs Spielfeld zurückkehrt und sich bei den Duisburger Fans bedankt, die ihn ins Leben zurückgeholt haben.
Da sind die Bilder der weinenden Zebra-Anhänger, die sich 2013 nach dem Lizenzentzug spontan vor der Arena versammelten. Da sind die Busempfänge der Mannschaft vor wichtigen Spielen, die – wie MSV-Botschafter Joachim Hopp aufgeregt in die Kamera sagt – „in Duisburg erfunden wurden“. Und da sind die Tausenden mitgereisten Duisburger, die im April 2025 in Mönchengladbach den Aufstieg in die 3. Liga feiern, als hätten sie gerade die Champions League gewonnen.
Doku über den MSV Duisburg: Keine Enthüllungen, dafür viel Gefühl

All das ist für eingefleischte MSV-Fans nicht wirklich neu. Ob Markus Krebs’ Pointen, Joachim Hopps Stahlarbeiter-Karriere, das Engagement von Zebraherde und Zebrakids oder die Meilensteine der Stadt- und Vereinsgeschichte – insgesamt bietet die Doku wenig, was die Kurve noch nicht kennt.
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Dafür gibt’s zahlreiche Gänsehaut-Momente, und die machen fast stolz. Denn auch wenn der Film abgehängte Stadtteile und die hohe Arbeitslosigkeit in Duisburg nicht ausspart, am Ende bleibt das Gefühl: Die Menschen hier, die Fans des MSV, die sind etwas ganz Besonderes. Oder, wie es Max Nuscheler, MSV-Anhänger und Mitglied der Duisburger Band „Huisker Duisi“ im Film sagt: „Wir sind die besten Kaputten.“
Bei der Preview im UCI-Kino gab es jedenfalls viel Applaus. „Dat habt ihr gut gemacht“, lobte ein ganz in Blau-Weiß gehüllter Zuschauer nach der Vorstellung. „Mit dem Film spielen wir ganz klar in der Bundesliga!“, befand ein anderer.
Nach dem MSV: Auch Münster und Düsseldorf bekommen ihre Doku
Ganz falsch liegt er damit nicht. Für die Reihe hatte sich der WDR nämlich bisher nur die ganz Großen vorgenommen – Gladbach, Dortmund, Schalke, Köln. Doch mit dem MSV beginnt jetzt eine neue Staffel, verriet das Produktionsteam beim Preview-Abend. In den kommenden Wochen bekommen auch Preußen Münster und Fortuna Düsseldorf ihre 45 Minuten.
Zuerst stehen aber die Zebras auf dem TV-Programm, und zwar am Freitagabend, 31. Juli, um 20.15 Uhr. Dann ist „Duisburg und der MSV“ im WDR zu sehen. Wer nicht mehr linear guckt: Die Doku kann auch in der ARD-Mediathek abgerufen werden.
Und es gibt noch eine weitere gute Nachricht: In der kommenden Saison wolle der Sender mehr Drittliga-Spiele live übertragen, verriet das WDR-Team im UCI. Ob dann auch wirklich der MSV zu sehen sein wird? Das bleibt abzuwarten.
MSV-Preview: Preetz und Broska mit im Kino
Die Doku-Reihe „Meine Heimat. Mein Verein.“ zeigt, was es bedeutet, wenn der Fußballverein ein Teil des Lebens und der Stadt ist. Neben MSV-Botschafter Joachim Hopp, Comedian Markus Krebs und Oberbürgermeister Sören Link kommen die Duisburger Stadtführerin Manuela Sass, Jennifer Steeger von den Wirtschaftsbetrieben (WBD) und Filiz und Zaza Cetindag vom Meidericher Dammgrill zu Wort.
Bei der Preview des Films waren neben dem Produktionsteam auch viele Protagonisten selbst vor Ort, zudem offizielle Vertreter des MSV wie Geschäftsführer Michael Preetz und Vereinspräsident Dirk Broska.







