In einer Lagerhalle im Duisburger Hafen ist in der Nacht auf Freitag (3. Juli) eine ätzende Flüssigkeit ausgetreten. Zehn Menschen kamen nach Angaben der Feuerwehr mit dem Gefahrstoff in Kontakt und mussten vor Ort dekontaminiert werden. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht.

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Als die Einsatzkräfte gegen 0.36 Uhr eintrafen, fanden sie eine ätzende Flüssigkeit aus einem sogenannten IBC-Behälter in der Lagerhalle vor. Die Flüssigkeit war über mehrere hundert Meter verteilt. Der Behälter war bereits ins Freie gebracht worden. Rund 100 Liter der ätzenden Chemikalie liefen laut Feuerwehr noch tropfenweise in eine Auffangwanne.

Ätzende Flüssigkeit tritt aus Lagerhalle in Duisburg aus
Großeinsatz am Logport: 90 Feuerwehr- und Rettungskräfte mussten am Freitagmorgen wegen eines Gefahrstoffs zum Duisburger Hafen ausrücken.© - | WTVnews UG

Einsatz im Duisburger Hafen: Ätzende Chemikalien kontaminieren zehn Menschen

Zehn Menschen kamen nach Angaben der Feuerwehr mit dem Stoff in Kontakt. Sie wurden dekontaminiert und vom Rettungsdienst behandelt. In Lebensgefahr sei niemand gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Freitagmorgen. Die ätzenden Stoffe können sich aber auf die Atemwege auswirken und die Augen reizen.

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Die Feuerwehr konnte den Bereich nur mit speziellen Chemikalienschutzanzügen betreten. Die ausgetretene Flüssigkeit sei in der Halle begrenzt gewesen, außerhalb sei sie aufgefangen worden. Außerhalb der Lagerhalle im sogenannten Logport – einem Logistikzentrum im Hafen – bestehe keine Gefahr, versicherte die Feuerwehr.

Um was für eine Flüssigkeit es sich handelt, wollte die Feuerwehr nicht mitteilen, da es sich um ein Privatgelände handelt. Die Polizei erklärt auf Nachfrage, dass keine Umweltschäden entstanden sind. Die Beamten haben das Amt für Arbeitsschutz informiert. Es könne in dem Zusammenhang geprüft werden, ob alle Vorschriften eingehalten worden sind.

Zeitweise waren rund 90 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz. Dieser konnte in den frühen Morgenstunden beendet werden. (mit dpa)