Die Situation drohte lebensgefährlich zu werden für den kleinen Omer: Der erst elf Monate alte Säugling aus dem Kosovo litt an einem schweren angeborenen Herzfehler. Schließlich stand fest: Omer muss am Herzen operiert werden, um seinen Zustand dauerhaft zu stabilisieren. Geholfen wurde ihm schließlich in Duisburg.

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Im Herzzentrum des Evangelischen Krankenhauses Duisburg-Nord (EKN) wurde Omer Anfang Juni erfolgreich operiert. „Der Junge hat den Eingriff gut überstanden“, teilt das Evangelische Klinikum Niederrhein als Klinikverbund mit. Noch im Juni kehrte er mit seinen Eltern und der Chance auf ein möglichst normales Leben im Gepäck in den Kosovo zurück.
OP in Duisburg: Junge aus dem Kosovo hat sich nach dem Eingriff „gut entwickelt“
Er habe sich nach dem Eingriff gut entwickelt, sagt Dr. Gleb Tarusinov, Chefarzt der Klinik für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler, deren Team Omer ebenfalls betreute. „Jetzt kommt es darauf an, seine Entwicklung weiter gut im Blick zu behalten. Das passiert vor Ort im Kosovo.“ Einmal im Jahr werden sich die Ärzte Omer aber weiterhin in Duisburg ansehen.
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Seit seiner Geburt hatte er an einer sogenannten Fallot-Tetralogie gelitten – einem komplexen, angeborenen Herzfehler, bei dem mehrere Fehlbildungen gleichzeitig vorliegen. „Zwischen den beiden Herzkammern bestand ein großes Loch und die Wege vom Herzen zur Lunge waren stark verengt“, erklärt Dr. Michael Scheid, Chefarzt der Sektion Kinderherzchirurgie und angeborene Herzfehler.
Für den Jungen wurde die Situation zunehmend gefährlich, da durch die Engstellen zu wenig Blut in die Lunge gelangte, um den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Immer wieder kam es zu kritischen Phasen, in denen zeitweise kaum noch Blut zur Lunge floss.
Loch zwischen Herzkammern mit speziellem Patch verschlossen
„Diese Krisen konnten in seiner Heimat lange Zeit aufgefangen werden, traten aber zuletzt immer häufiger auf“, sagt Dr. Scheid. „Deshalb bestand die Sorge, dass eine erneute Krise für Omer lebensbedrohlich werden könnte.“
Bei der OP wurde das Loch zwischen den Herzkammern mit einem speziellen Patch verschlossen und die verengten Bereiche erweitert, um den Blutfluss vom Herzen in die Lunge zu verbessern. Ermöglicht hatte die Operation der Kontakt über einen deutschen Juristen. Er unterstützt die Kinderklinik in Pristina beim fachlichen Austausch mit deutschen Kliniken. Über Hospitationen kosovarischer Ärztinnen und Ärzte entstand auch der Kontakt zum Herzzentrum.
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Schwerer Herzfehler operiert: Unterstützung gibt es von der Gerald-Asamoah-Stiftung
Als sich Omers Gesundheitszustand zuspitzte, wandte sich die Kinderklinik in Pristina über diesen bestehenden Kontakt erneut nach Duisburg. Unterstützung für die Behandlung gab es von der Gerald Asamoah Stiftung und dem Kosovo Health Insurance Fund.







