Musik, Tanzen, Schunkeln, Kinderaktionen, leckeres Essen, kühle Getränke und fröhliches Miteinander an einem sommerheißen Samstag: All das möchte das Sommerfest auf dem Spichernplatz, dem Marktplatz von Untermeiderich, bieten.

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Zugegeben, auf das Wetter am Samstag haben die Organisatoren natürlich keinen Einfluss, doch die Wettervorhersage sieht sehr gut aus. Beste Voraussetzungen also für diese Stadtteilfeier für alle Generationen, für Familien mit kleinen Kindern bis zu Senioren – und das Fest wird schon heiß ersehnt.
Kaum haben die Organisatoren jetzt die ersten Plakate verteilt, damit sie in Schaufenstern, Kindergärten und Schulen aufgehängt werden, steigt bei den Menschen im Viertel die Vorfreude. Für den Bezirksbürgermeister Eren Yantaki, der das Sommerfest veranstaltet, ist das eine schöne Bestätigung, jedoch keinesfalls überraschend: „Es gibt hier sonst nichts mehr. Nada.“
Der Meidericher denkt etwa an den beerdigten Wochenmarkt. Die Stadttochter Duisburg Kontor wollte ihn eigentlich nur wegen Bauarbeiten pausieren lassen, hat aber die Markthändler als Ersatz auf den lukrativen Neudorfer Wochenmarkt am Ludgeriplatz eingeladen. Die Geschäftsleute wollten nicht mehr zurückkehren. Seit einem guten Jahr gibt es keinen Wochenmarkt mehr in Untermeiderich.

Stadtteilfeste gab es früher auf dem Marktplatz, vor vielen Jahren, doch die Bürgerinteressensgemeinschaft, die sich damals engagierte, ist längst aufgelöst. Der Nachwuchs fehlte.
Sommerfest in Duisburg-Untermeiderich soll den Spichernplatz beleben
Um den Marktplatz zu beleben, hat die Familie Krüger, die dort den Lottoladen und die Bäckerei betreibt, vor gut einem Jahr die Idee für das Sommerfest gehabt und Eren Yantaki als Mitstreiter gewonnen. Nach einer gelungenen Premiere gibt es nun die zweite Auflage. „Die Leute kamen in Scharen, und auch die Vereine haben das Fest sehr dankbar aufgenommen“, erinnert sich Eren Yantaki erfreut an den vergangenen Sommer.
„Wir haben den ganzen Tag gegrinst“, ergänzt Mitorganisator Tom Krusch in Hinblick auf die gute Laune im Orga-Team. Daran soll die Neuauflage anknüpfen, doch das diesjährige Sommerfest soll größer und professioneller werden. So wird es erstmals einen richtigen Bierwagen geben, den die benachbarte Kneipe „Double In“ aufstellt. Zudem beteiligen sich deutlich mehr Vereine, da der Termin diesmal nicht in die Schulferien fällt.
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„Wir haben einen Stadtteil, der viel bietet“, betont Yantaki, und das soll seine Veranstaltung endlich wieder zeigen. Zumal der Spichernplatz zuletzt „stiefmütterlich behandelt“ wurde, und das Hauptaugenmerk von Stadtverwaltung oder städtischer Wirtschaftsförderung in Mittelmeiderich lag. „Sonst ist fast alles auf der Von-der-Mark-Straße“, bestätigt Marena Arnold, die an einem Grundschulstand aushilft. Dort seien Sommerfeste oder der Martinsmarkt auch schön, aber für die Untermeidericher seien Veranstaltungen auf dem Spichernplatz, um die Ecke, besonders wichtig, weil sich dort die ganze Nachbarschaft treffe.
Die Erwartungen sind hoch. „Wir sind keine Profis, keine Gastronomen, und wir veranstalten nicht die Beecker Kirmes“, möchte Eren Yantaki keine Missverständnisse aufkommen lassen. Die Musik kommt vom Band, und das Orga-Team lässt Erfahrungen von Siedlungsfeiern oder After-Work-Partys einfließen, „aber das wird kein Rave und auch nicht das Rage against Racism“.
Viele Unterstützer beteiligen sich – ob Kita, Supermarkt oder Feuerwehr
Das Untermeidericher Sommerfest werde ein schönes, kleines Familienfest mit Kinderschminken, Hüpfburg und Treffen mit der Freiwilligen Feuerwehr. Es schaffe Gelegenheiten, mit Nachbarn zu quatschen, zu trinken und zu feiern.
Zusätzlich schließen sich etliche Unterstützer an. Der türkische Supermarkt Şentürk ist wieder dabei, und aktuell laufen auch Gespräche mit Globus. Der interkulturelle Verein „Bridge“ stellt sich mit marokkanischen Leckereien vor, und örtliche Geschäfte sind ebenfalls vertreten.
„Jetzt braucht das Sommerfest nur noch gutes Wetter“, gibt sich Bäcker Samuel Krüger zuversichtlich; er ist nicht nur Mitorganisator, sondern auch der Ideengeber der letztjährigen Premiere. „Das Wetter wird super“, ergänzt Bezirksbürgermeister Eren Yantaki, „die Pavillons brauchen wir nur für den Schatten.“
Das Sommerfest auf dem Spichernplatz steigt am Samstag, 27. Juni, ab 12 Uhr. Die Familienzeit samt Kinderaktionen geht bis 17 Uhr, anschließend wird mit Getränken und Musik bis 22 Uhr weitergefeiert.






