Dass sich weniger Menschen arbeitslos meldeten als im März, ist die einzige gute Nachricht vom Duisburger Arbeitsmarkt. Alle anderen Zahlen sind zum Stichtag 30. April im roten Bereich: 35.635 Frauen und Männer, 249 mehr als im Vormonat, waren da ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote steigt damit auf 13,4 Prozent (+0,1 %).

Menschen über 50 in Duisburg verstärkt von Arbeitslosigkeit betroffen

„Besonders Menschen über 50 Jahre sind gegenüber dem Vormonat verstärkt von Arbeitslosigkeit betroffen. Wir verzeichnen aktuell auch einen Rückgang der Menschen, die durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten“, erklärt Marcus Zimmermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 5096 Personen arbeitslos. Davon kamen 1795 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 4873 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1461 eine Erwerbstätigkeit auf.

Im Jahresvergleich stagniert die Entwicklung. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres lag die absolute Zahl der Menschen ohne Beschäftigung um 138 niedriger, die Arbeitslosenquote betrug auch da bereits 13,3 Prozent. Noch deutlich höher wäre die Zahl mit Blick auf die Unterbeschäftigung.

Mehr als 27.000 Frauen und Männer gelten als „langzeitarbeitslos“

Dieser Wert schließt neben den Arbeitslosen auch solche Personen ein, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. „Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im April bei 41.250 Personen“, meldet die Agentur für Arbeit.

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Die weit überwiegende Zahl der Betroffenen ist länger als ein Jahr ohne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Als Kunden des Jobcenters in Duisburg gehören sie zum sogenannten „Rechtskreis SGB II“. Hier waren zum Stichtag 27.184 Frauen und Männer registriert. Das sind 84 Personen mehr als im Vormonat, aber 704 Personen weniger als im Vorjahr.

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Bei der Agentur für Arbeit waren Ende April 8451 Duisburgerinnen und Duisburger registriert, die seit weniger als einem Jahr auf der Suche nach einem neuen Job sind. Das entspricht 165 Personen mehr als im Vormonat und 842 Menschen mehr als im April 2025.

Keine guten Nachrichten vom Arbeitsmarkt: Die Zahl der Kunden von Marcus Zimmermann (Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Duisburg, l.), und Frank Böttcher, (Geschäftsführer des Jobcenter Duisburg) ist im April gestiegen.
Keine guten Nachrichten vom Arbeitsmarkt: Die Zahl der Kunden von Marcus Zimmermann (Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Duisburg, l.), und Frank Böttcher, (Geschäftsführer des Jobcenter Duisburg) ist im April gestiegen.© FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Zwei Drittel der Arbeitsuchenden fehlt es an Qualifikationen

Auch die Zahl der neu gemeldeten freien Stellen ging gegenüber dem März um 30 zurück (52 weniger als vor einem Jahr). Damit waren bei der Agentur für Arbeit zum Stichtag insgesamt 3255 freie Stellen bei Duisburger Unternehmen gemeldet. „Die meisten Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe, Verkehr und Lagerei“, berichtet die Agentur.

Der Großteil dieser Stellen, über 78 Prozent, richtet sich an Fachkräfte oder höher qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber, beschreibt Marcus Zimmermann ein anhaltendes Dilemma des Duisburger Arbeitsmarktes. „Jedoch suchen 68 Prozent der arbeitslosen Menschen eine Beschäftigung auf Helferniveau. Damit wird der Stellenwert der Qualifizierung mehr als deutlich.“