Einige Fans des MSV Duisburg haben ihren Frust über die 1:3-Niederlage bei Alemannia Aachen am Freitagabend offenbar an den Sitzschalen im Stadion ausgelassen.

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Der Block N2, der sogenannte Stimmungsblock der Duisburger, machte sich bereits zu Beginn des Spiels deutlich bemerkbar. Zahlreiche Fahnen wurden geschwenkt, Pyrotechnik gezündet und Konfetti in die Luft geworfen. Der gesamte Bereich verwandelte sich in ein blau-weißes Farbenmeer.
MSV-Fans randalieren im Aachener Stadion
Die Stimmung war von Anfang an spürbar angespannt – die Aufregung war groß, schließlich stand einiges auf dem Spiel. Dennoch blieb zunächst alles friedlich, wie Augenzeugen berichten.
Am Ende zerstörten aber einige Duisburger „Fans“ Sitzschalen im Stadion. Dabei wurden vor allem die unteren Reihen des Blocks N2 stark beschädigt. Der Bereich, das beweisen Videos, die im Netz kursieren, glich einem Schlachtfeld.
Erschüttert über das Ausmaß der Zerstörung
Nach dem Spiel zeigten sich viele Duisburger Fans erschüttert über das Ausmaß der Zerstörung. „Das ist einfach nur peinlich“, heißt es in den Kommentaren. Oder: „Schäme mich für euch. Ohne Verstand. Ihr macht die geile Saison kaputt.“ Viele Zebra-Anhänger betonen, wie unangenehm ihnen die Vorfälle sind, die „von einer kleinen Minderheit ausgingen“.
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Diskutiert wird aber auch die Frage, inwiefern die Beschaffenheit der Sitzschalen eine Rolle gespielt haben könnte: Viele Fans berichten, die Sitze am Tivoli seien ihnen „extrem wackelig“ vorgekommen. „Das Material der Schalen war sehr dünn, vielleicht halb so dick wie das der Sitze in der MSV-Arena“, erzählt ein MSV-Anhänger.
Diskussion über Sitzschalen
Er könne sich gut vorstellen, dass manche Sitze auch deshalb zerbrochen seien, weil die Zebra-Supporter darauf gestanden hätten und sogar herumgesprungen seien. Tatsächlich zeigen Bilder, die der Redaktion aus dem Stadion zugeschickt wurden, wie Fans auf den Sitzen stehen, während einige der Plastikschalen bereits gebrochen sind.
Laut „Aachener Zeitung“ sollen auch Verantwortliche des MSV darauf hingewiesen haben, dass viele der insgesamt 100 kaputten Sitze nicht mutwillig zerstört worden, sondern aufgrund von Materialermüdung abgebrochen seien. Mit dem MSV bestehe zumindest auf Ebene der Geschäftsführung eine gute Kommunikation, zitiert die Aachener Zeitung Alemannias Geschäftsführer Dirk Kall. Der MSV habe bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert. Dabei gehe es nicht nur um die Schalensitze (Stückpreis 65 Euro), sondern auch um einige Toilettensitze, die im Fanbereich herausgerissen wurden.
Der Schaden, den die Duisburger auf dem Tivoli hinterließen, soll sich in fünfstelliger Höhe bewegen. Vom MSV Duisburg gibt es zu den Vorfällen bisher noch keine offizielle Stellungnahme.






