Diese Pflanze hat es in sich: Der „Gemeine Stechapfel“ sieht schön aus. Doch vor allem für Hunde und Kinder kann er gefährlich werden. Lebensgefährlich. Denn das Nachtschattengewächs ist extrem giftig.
Gemeiner Stechapfel nahe Biegerpark entdeckt

Spaziergänger und Familien sollten also vorsichtig sein: Die einjährige Pflanze, die ursprünglich im östlichen Nordamerika beheimatet ist, kann überall auftauchen, wo es lehmig-sandige Böden gibt – auch in Duisburg. So zum Beispiel an der Krokusstraße, mitten in einem Wohngebiet und nahe an Biegerpark und Mannesmann-Gymnasium. Hier, am Straßenrand direkt neben einem Baum, wurde der Stechapfel entdeckt.
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Bei dem aktuellen Fund handelt es sich um ein Überbleibsel aus dem vergangenen Jahr, das inzwischen vertrocknet ist. Von diesem Exemplar geht aber weiterhin eine Gefahr aus: Die Samen in den auffälligen, stacheligen Kapseln sind extrem giftig – ebenso wie alle anderen Teile der Pflanze.
Stechapfel in Duisburg: Sichtungen entlang des Rheinufers

In Duisburg gedeiht der Stechapfel nicht nur am Wegesrand, sondern auch an Baustellen, Schuttplätzen und Müllhalden, wie Frank T. Below weiß. „Die Pflanze ist sehr widerstandsfähig und verbreitet sich entsprechend“, erklärt der Experte von Naturschutz.Ruhr, einem Online-Portal, auf dem man Sichtungen des „Gemeinen Stechapfels“ melden kann. „In Duisburg wissen wir zum Beispiel, dass zahlreiche Exemplare an den Wedau-Kliniken gesichtet wurden, außerdem in Walsum entlang des Rheins.“
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Birgit Königs vom Nabu NRW bestätigt das: „Am Rheinufer werden immer wieder die Samen des Stechapfels angeschwemmt, so dass er sich dort gut ansiedeln kann.“ Dass die Pflanze auch mitten in Wohngebieten zu finden ist, überrascht die Naturschützerin nicht. „Manchmal taucht sie sogar in Gärten auf.“ Wie oft und wo genau der Stechapfel wächst oder ob er inzwischen häufiger vorkommt als früher, das hält der Nabu aber nicht nach.
Stechapfel: Giftige Pflanze kann zu Atemstillstand führen

Spaziergängern mit Hunden und Familien rät Königs, wachsam zu sein. Denn vor allem Haustiere und kleine Kinder sollten keinesfalls mit dem Stechapfel in Berührung kommen. Das Nachtschattengewächs enthält nämlich giftige Alkaloide, die Lähmungserscheinungen auslösen können, die im schlimmsten Fall zum Atemstillstand führen. Besonders viel Gift steckt dabei in den Wurzeln und Samen: Bereits Mengen ab 0,3 Gramm können ernsthaften Schaden anrichten.

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Die gute Nachricht: Der Gemeine Stechapfel, der im Sommer wieder in voller Blüte steht, ist mit seinen weißen bis violetten, trompetenförmigen Blüten relativ leicht zu erkennen.






