Die Erdbeersaison in Duisburg hat begonnen. In Mündelheim leuchten schon die ersten roten Früchte aus den Verkaufsschalen, denn ab sofort kann auf dem Beumers Hof, Uerdinger Straße 181, zugeschlagen werden. Allerdings muss man schnell sein. Schon vor Verkaufsstart um 8.30 Uhr stehen die ersten Kunden Schlange auf dem Hof.

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Der Andrang ist groß, die ersten süßen Früchte sind schnell verkauft. „Noch haben wir nicht so viele Erdbeeren, sodass wir nur bei uns auf dem Hof mit dem Verkauf starten“, sagt Heinrich Beumer. „Sobald wir mehr Erdbeeren haben, können wir auch weitere Standorte öffnen.“ Laut Beumer wird das in den ersten Mai-Wochen der Fall sein.

Die Kunden kommen für die ersten Erdbeeren der Saison extra aus Krefeld, Düsseldorf und Duisburg. „Ich warte immer auf den Verkauf der heimischen Früchte“, sagt eine Kundin aus Wanheim. Und dafür nehme sie auch gerne den – im Vergleich zu den Erdbeeren aus dem Supermarkt – hohen Preis in Kauf. „Die schmecken einfach besser und wir wollen regional einkaufen.“ 11,80 Euro kostet das Kilo auf dem Beumers Hof, für ein Kilo Erdbeeren im Supermarkt zahlt man um die 7,50 Euro.

Der Preis der Mündelheimer Erdbeeren ist im Vergleich zum Vorjahr etwas gestiegen. Heinrich Beumer begründet das auch mit dem gestiegenen Mindestlohn seiner Erntehelfer aus Rumänien. Die sind am Wochenende in Mündelheim angekommen.

Erdbeeren selbst pflücken wird auf den Feldern vom Beumers Hof ab Ende Mai möglich sein

Leckere Erdbeeren frisch vom Feld gibt es ab sofort am Beumers Hof in Mündelheim.
Leckere Erdbeeren frisch vom Feld gibt es ab sofort am Beumers Hof in Mündelheim.© FUNKE Foto Services | Tanja Pickartz

Mit dem Beginn der Erdbeersaison kehrt der Frühsommer in Duisburg zurück, und dann dauert es auch nicht mehr lang, bis auf den Feldern selbst gepflückt werden kann. Laut Beumer soll das jedoch „frühestens Ende Mai“ der Fall sein.

Dass es jetzt schon heimische Erdbeeren gibt, hängt an den Tunneln auf den Feldern, unter denen die Erdbeerpflanzen geschützt vor Wind und Wetter heranwachsen können. Die Folienbedachung schützt vor Unwetter und kann wetterabhängig auch geöffnet werden. Zum Saisonstart hat Beumer jetzt auch den zweiten Tunnel zur Ernte freigegeben. Die Erdbeeren aus dem ersten Tunnel seien am Dienstag innerhalb von Minuten weg gewesen.

Unter den Tunneln reifen die Erdbeeren geschützt heran.
Unter den Tunneln reifen die Erdbeeren geschützt heran.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann

Erdbeeren direkt vom Feld zum Verkaufsstand

Günter Menzel hilft mit seiner Frau Sylvia schon seit Jahren beim Verkauf. „Das macht Spaß. Die Kunden sind nett und nehmen auch Rücksicht.“ Damit alle etwas von der frischen Ware abbekommen, verzichtet der eine oder andere auch mal auf ein weiteres Schälchen. „Die halten nicht lange, die werden heute als Nachtisch gegessen“, verrät die Kundin aus Wanheim. Menzel weiß: „Es gab auch schon Leute, die haben unsere Erdbeeren mit in den Urlaub genommen.“ Beim Verkaufsstart komme es aber nicht auf den Vorsprung an. „Die Qualität muss stimmen. Dann spricht sich das über Mundpropaganda herum, dass wieder geöffnet ist“, erklärt Menzel. Die erste Sorte heißt „Glorielle“. Die ersten Käufer probieren direkt. „Schmeckt“, befinden sie.

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Die Erdbeeren auf den Feldern von Heinrich Beumer werden direkt in den frühen Morgenstunden gepflückt. Zu diesem Zeitpunkt seien die Erdbeeren noch schön kühl und fest, sodass eventuelle Druckstellen vom Pflücken, trotz geschulter Finger der Erdbeerhelfer, weitestgehend ausgeschlossen werden können, erklärt der Landwirt und verspricht: „Die Erdbeeren kommen direkt vom Feld in den Verkauf, sind also tagesfrisch.“

Duisburg Mündelheim Erdbeeren selbst pflücken Beumers Hof Heinrich Beumer Foto Anton Reckmann
Duisburg Mündelheim Erdbeeren selbst pflücken Beumers Hof Heinrich Beumer Foto Anton Reckmann© Anton Reckmann

Heinrich Beumer führt den Hof mit seiner Frau Sabrina seit 18 Jahren. Begonnen hatte der Erdbeer-Anbau als ein Experiment und ist in den letzten Jahren längst zum etablierten Geschäftsmodell geworden. Mittlerweile baut Heinrich Beumer auf 2,5 Hektar Erdbeeren an.

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Sobald genug Früchte reif sind, öffnet Heinrich Beumer auch seine übrigen Verkaufsstände. In Buchholz auf der Sittardsberger Allee 21, vor „Little John Bikes“, Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 14 Uhr. In Huckingen: Mündelheimer Straße 9, vor der Bäckerei Döbbe, Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 14 Uhr.

Die Erdbeersaison dauert laut Landwirt Heinrich Beumer für gewöhnlich bis Ende Juni. Über alle Neuigkeiten informiert der Landwirt online auf beumers-hof.de.

Am ersten Verkaufstag war schnell wieder Schicht. Am Donnerstag geht es ab 9 Uhr auf dem Hof weiter.