Im Duisburger Hauptbahnhof hat das erste Geschäft nach der millionenschweren Sanierung des Osteingangs eröffnet: Die Kette Backwerk probiert an alter Stelle – zwischen dem Eingang zum Fußgängertunnel und dem Aufgang zu den Gleisen 12/13 – etwas Neues aus. Die hinter Backwerk stehende Valora-Gruppe und ihr Franchise-Partner Frank Siebert aus Oberhausen betreiben im Hauptbahnhof nun den deutschlandweit ersten „Express-Store“ der Kette. Am Dienstag war die offizielle Wiedereröffnung.

Täglich (außer Samstag)

Duisburg-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Jeden Abend die wichtigsten News und exklusive Storys aus Duisburg – persönlich, mit Angeberwissen, Event- und Gastro-Tipps.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

[Wir schicken Ihnen jeden Abend die wichtigsten News und exklusive Storys aus Duisburg – persönlich, mit Angeberwissen, Event- und Gastro-Tipps. Hier können Sie den Duisburg-Newsletter bestellen.]

Im Hauptbahnhof Duisburg gibt es „das schnellste Backwerk Deutschlands“

Was sich hinter dem neuen Konzept verbirgt, erklärt Sebastian Laakmann, bei Valora (siehe Infobox) Gebietsleiter: „Die Besonderheit liegt in der Kombination aus frischer Zubereitung direkt im Store, eigenen Rezepturen und sofortiger Verfügbarkeit. Dadurch wird der Kaufprozess deutlich beschleunigt. Wir haben hier das schnellste Backwerk Deutschlands.“ Wenn es drauf ankommt, sei der Kunde nach wenigen Sekunden wieder unterwegs zum Bahnsteig.

Frank Siebert aus Oberhausen betreibt die Filiale als Franchise-Partner und verteilte zur Eröffnung Gratis-Happen an Passanten.
Frank Siebert aus Oberhausen betreibt die Filiale als Franchise-Partner und verteilte zur Eröffnung Gratis-Happen an Passanten.© Valora Group | Valora Group

Das geht nur ohne die Zangen und die Tabletts, wie man sie aus anderen Filialen kennt, dafür mit mehr Verpackungsmüll. Denn in der Express-Filiale werden ausschließlich verpackte Waren verkauft, vor allem belegte Brötchen, Baguettes, aber auch warme Speisen wie Pizzastücke (ab 3,20 €) und „Chicken Kebap“ (4,50 €). Die Preiscodes der Verpackungen werden an der von 4.30 bis 22 Uhr durchgängig besetzten Kasse von Mitarbeitenden gescannt.

Der Laden ist zum Fußgängertunnel hin offen, die Ware liegt in einer Kalt- und einer Heißtheke griffbereit. „Jeder Artikel darf nicht länger als zwei Stunden ausliegen“, erklärt Sebastian Laakmann. Was nach zwei Stunden noch nicht verkauft ist, werde über die „Too good to go“-App (siehe Infobox) vertrieben oder an die Tafel beziehungsweise andere Organisationen gespendet.

Preiskampf der Backshops

Aufgebacken und belegt wird die Backware durchgängig in der „Produktion“. Kunden können bei der Zubereitung durch ein Fenster zuschauen. „Mit dem Express-Format reagieren wir auf veränderte Kundenbedürfnisse an Verkehrsknotenpunkten“, erklärt Sebastian Kayser, Managing Director Valora Food Service Deutschland. „Unsere Gäste wollen schnell einkaufen, aber nicht auf Frische, Geschmack und Qualität verzichten.“

Weitere Express-Standorte seien bereits in Planung. Interessierte Franchise-Partner werden fortan die Pionier-Filiale in Duisburg besichtigen, um die systemgastronomischen Prozesse und Abläufe kennenzulernen.

Vom Lost Place zum Wahrzeichen: Der Umbau des Duisburger Hauptbahnhofs in Fotos

Bereits 2007 war die Gleishalle des Duisburger Hauptbahnhofs so löchrig, dass sie die Fahrgäste nicht mehr vor Regen schützte. Die Denkmalbehörde stufte die alte Gleishalle 2011 als nicht mehr standsicher ein. Doch erst 2022 startete die Modernisierung nach zwei gescheiterten Ausschreibungen.
Bereits 2007 war die Gleishalle des Duisburger Hauptbahnhofs so löchrig, dass sie die Fahrgäste nicht mehr vor Regen schützte. Die Denkmalbehörde stufte die alte Gleishalle 2011 als nicht mehr standsicher ein. Doch erst 2022 startete die Modernisierung nach zwei gescheiterten Ausschreibungen.© WAZ | Photo: Andreas Mangen
Jahrelang war das Dach der Gleishalle undicht, es regnete in den Hauptbahnhof.
Jahrelang war das Dach der Gleishalle undicht, es regnete in den Hauptbahnhof.© WAZ | Photo: Andreas Mangen
So sah die Gleishalle vor dem Start der Sanierung aus.
So sah die Gleishalle vor dem Start der Sanierung aus.© www.blossey.eu / FUNKE Foto Service | Hans Blossey
Der Ostausgang/-eingang in Neudorf vor dem Umbau.
Der Ostausgang/-eingang in Neudorf vor dem Umbau.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Der Hauptbahnhof wurde als „Lost place“ verspottet, die brüchige Fassade mit den Klebestreifen . . .
Der Hauptbahnhof wurde als „Lost place“ verspottet, die brüchige Fassade mit den Klebestreifen . . . © FUNKE Foto Services | Oliver Müller
. . . erlangte Kult-Status.
. . . erlangte Kult-Status. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die Denkmalbehörde hatte die marode Gleishalle, errichtet von 1931 bis 1934, . . .
Die Denkmalbehörde hatte die marode Gleishalle, errichtet von 1931 bis 1934, . . .© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
. . . bereits 2011 als nicht mehr standsicher eingestuft.
. . . bereits 2011 als nicht mehr standsicher eingestuft.© FUNKE Foto Services | Oliver Müller
Das Dach war über Jahre undicht, musste dauernd geflickt und mit Netzen gesichert werden.
Das Dach war über Jahre undicht, musste dauernd geflickt und mit Netzen gesichert werden.© FUNKE Foto Services | Tanja Pickartz
Erst 2012 gaben NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und die Bahn die Pläne für den „großen Wurf“ bekannt: Duisburg sollte endlich eine neue Gleishalle bekommen – und eine architektonische Besonderheit: ein Wellendach, hier in einer damals veröffentlichten Visualisierung.
Erst 2012 gaben NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und die Bahn die Pläne für den „großen Wurf“ bekannt: Duisburg sollte endlich eine neue Gleishalle bekommen – und eine architektonische Besonderheit: ein Wellendach, hier in einer damals veröffentlichten Visualisierung.© Deutsche Bahn
Den Baustart kündigten sie für 2017 an. Die Visualisierung von damals zeigt, wie die  fertige Gleishalle aussehen soll.
Den Baustart kündigten sie für 2017 an. Die Visualisierung von damals zeigt, wie die fertige Gleishalle aussehen soll.© DB Station & Service AG | DB Station & Service AG
2019 aber musste der Konzern mitteilen, dass es nochmals drei Jahre länger dauert, . . .
2019 aber musste der Konzern mitteilen, dass es nochmals drei Jahre länger dauert, . . . © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
. . . bis die bahnbrechende Modernisierung beginnen kann:
. . . bis die bahnbrechende Modernisierung beginnen kann:© Deutsche Bahn
Zum zweiten Mal war eine Ausschreibung der komplizierten Abriss- und Sanierungsarbeiten gescheitert. Zum vorgegebenen Preis wollte kein Unternehmen bauen.
Zum zweiten Mal war eine Ausschreibung der komplizierten Abriss- und Sanierungsarbeiten gescheitert. Zum vorgegebenen Preis wollte kein Unternehmen bauen.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Erst im August 2022, mit fünfjähriger Verspätung, startete der Umbau. 2016 hatte die Bahn noch 100 Millionen Euro für die Welle veranschlagt, nun investieren Bund, Land  und DB AG mindestens 260 Millionen Euro in die gläserne Gleishalle. An den architektonischen Plänen wurde nichts geändert.
Erst im August 2022, mit fünfjähriger Verspätung, startete der Umbau. 2016 hatte die Bahn noch 100 Millionen Euro für die Welle veranschlagt, nun investieren Bund, Land und DB AG mindestens 260 Millionen Euro in die gläserne Gleishalle. An den architektonischen Plänen wurde nichts geändert. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Ganz im Osten der Gleishalle, an Bahnsteig 6 (Gleise 12/13), startete der Abriss. Die beiden ersten Kräne wurden aufgebaut.
Ganz im Osten der Gleishalle, an Bahnsteig 6 (Gleise 12/13), startete der Abriss. Die beiden ersten Kräne wurden aufgebaut.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Beim Pressetermin zum Baustart jubelte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, in Duisburg entstehe „der schönste Bahnhof Deutschlands“.
Beim Pressetermin zum Baustart jubelte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, in Duisburg entstehe „der schönste Bahnhof Deutschlands“.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert.
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert.© FUNKE Foto Services | Martin Möller
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert.
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen.
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen.
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen.© WAZ | Philipp Wahl
Die Gleishalle Ende September 2022.
Die Gleishalle Ende September 2022.© FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Januar 2023: Ein großes Baugerüst wird am Ostausgang errichtet.
Januar 2023: Ein großes Baugerüst wird am Ostausgang errichtet.© www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert.
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert.
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig.
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig.
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig. © www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Nach dem Sommer 2023 gehen die Bauarbeiten am Bahnsteig 5 (Gleise 10 und 11) weiter.
Nach dem Sommer 2023 gehen die Bauarbeiten am Bahnsteig 5 (Gleise 10 und 11) weiter.© WAZ | Philipp Wahl
Im Oktober 2023 werden auf einigen Bahnsteigen Treppen und Rolltreppen mit  Provisorien überdacht. Wegen fehlender „Zwischendächer“ regnet es zeitweise noch auf den Bahnsteig.
Im Oktober 2023 werden auf einigen Bahnsteigen Treppen und Rolltreppen mit Provisorien überdacht. Wegen fehlender „Zwischendächer“ regnet es zeitweise noch auf den Bahnsteig.© WAZ | Philipp Wahl
Im November 2023 gehen die Arbeiter hinter Sichtschutz in Schutzanzügen und mit Atemschutz zu Werke: Teile der alten Gleishalle sind mit Asbest belastet.
Im November 2023 gehen die Arbeiter hinter Sichtschutz in Schutzanzügen und mit Atemschutz zu Werke: Teile der alten Gleishalle sind mit Asbest belastet. © WAZ | Philipp Wahl
Januar 2024: Zur Errichtung der gläsernen Fassade im Osten montieren die Arbeiter auf dem Gerüst ein weiteres Gerüst, während . . .
Januar 2024: Zur Errichtung der gläsernen Fassade im Osten montieren die Arbeiter auf dem Gerüst ein weiteres Gerüst, während . . .© WAZ | Philipp Wahl
. . . der Umbau auf dem Bahnsteig 5 voranschreitet.
. . . der Umbau auf dem Bahnsteig 5 voranschreitet.© WAZ | Philipp Wahl
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert.
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert. © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert.
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert. © WAZ | Philipp Wahl
Auf dem fertigen Bahnsteig 6tropft es bei Regen lange noch durchdie Flachdächer auf den Bahnsteig.
Auf dem fertigen Bahnsteig 6tropft es bei Regen lange noch durchdie Flachdächer auf den Bahnsteig. © WAZ | Philipp Wahl
Hauptbahnhof Duisburg: Essener Dächer
Das lag laut Bahn nicht daran, dass das Flachdach immer noch nicht verkleidet ist. Fahrgäste blicken den gesamten Fußweg lang auf Holz, auf die Dach- und Querbalken unter dem Dach.© FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Im Februar und September 2025 sagt ein Bahnsprecher: „Ob die Unterseiten der Essener Dächer verkleidet werden oder die Tragstruktur bestehen bleibt, ist noch in Klärung.“ Bleibt es also neben dem schicken Wellendach bei der Rohbau-Optik?
Im Februar und September 2025 sagt ein Bahnsprecher: „Ob die Unterseiten der Essener Dächer verkleidet werden oder die Tragstruktur bestehen bleibt, ist noch in Klärung.“ Bleibt es also neben dem schicken Wellendach bei der Rohbau-Optik?© WAZ | Philipp Wahl
Umbau des Hauptbahnhofs in Duisburg
Der Stand der Umbauarbeiten im März 2024. © Deutsche Bahn AG / DB | Deutsche Bahn AG / DB
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.© FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade.
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade.
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Auch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Osten biegt auf die Zielgerade.
Auch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Osten biegt auf die Zielgerade.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Die Baustelle im Juli 2024.
Die Baustelle im Juli 2024.© FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Die Projektleiter der Deutschen Bahn beim Umbau des Duisburger Hauptbahnhofs: Anke Goldbaum (Architektin) und Iljan Seiler (Bauingenieur).
Die Projektleiter der Deutschen Bahn beim Umbau des Duisburger Hauptbahnhofs: Anke Goldbaum (Architektin) und Iljan Seiler (Bauingenieur).© FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Ende September 2024: An der neuen Glasfassade auf der Ostseite der Gleishalle können wieder ICE halten.
Ende September 2024: An der neuen Glasfassade auf der Ostseite der Gleishalle können wieder ICE halten. © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Ab August 2024 sind für 14 bis 15 Monate das erste und letzte Mal während der Modernisierung zwei Bahnsteige mit vier Gleisen (8/9, 5/6) gleichzeitig gesperrt. Das führt erstmals zu vergleichsweise größeren Einschränkungen des Regionalverkehrs.
Ab August 2024 sind für 14 bis 15 Monate das erste und letzte Mal während der Modernisierung zwei Bahnsteige mit vier Gleisen (8/9, 5/6) gleichzeitig gesperrt. Das führt erstmals zu vergleichsweise größeren Einschränkungen des Regionalverkehrs. © FUNKE Foto Services | Michael Dahlke
Die Baustelle unter rollendem Rad (im laufenden Betrieb) im Oktober 2024: An einem Bahnsteig halten Züge, nebenan rollen Bagger.
Die Baustelle unter rollendem Rad (im laufenden Betrieb) im Oktober 2024: An einem Bahnsteig halten Züge, nebenan rollen Bagger. © FUNKE Foto Services | Michael Dahlke
Auch die Ladenlokale am Ostausgang mussten für den Umbau abgerissen werden. Hier und gegenüber sollen neue Geschäfte eröffnen, die Kette Backwerk will mit einer Filiale zurückkehren.
Auch die Ladenlokale am Ostausgang mussten für den Umbau abgerissen werden. Hier und gegenüber sollen neue Geschäfte eröffnen, die Kette Backwerk will mit einer Filiale zurückkehren.
Ende 2024: Inzwischen kreisen vier riesige Baukräne über der Gleishalle.
Ende 2024: Inzwischen kreisen vier riesige Baukräne über der Gleishalle.© FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Im Juli 2025 werden die gelben Riesen im Osten der Gleishalle abgebaut, sie werden nun nicht mehr benötigt.
Im Juli 2025 werden die gelben Riesen im Osten der Gleishalle abgebaut, sie werden nun nicht mehr benötigt.© FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel
Neues Dach für den Hauptbahnhof
Die Baustelle im September 2025: sechs Wellenstränge und nur noch zwei Kräne. Es fehlt noch die „Zwischenwelle“ zwischen den Bahnsteigen 4 und 5. © DB AG | Deutsche Bahn
Neues Dach für den Hauptbahnhof
Die Baustelle im September 2025: sechs Wellenstränge und nur noch zwei Kräne. Es fehlt noch die „Zwischenwelle“ zwischen den Bahnsteigen 4 und 5. © DB AG | Deutsche Bahn
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe, die Bahn bittet zur Pressekonferenz. Das Gruppenbild zum Bergfest (v.l.n.r.): Marc Nüßen (Abteilungsleiter Fördermanagement/Infrastrukturentwicklung beim VRR), Klaus Oberheim (Bahnhofsmanager), Werner J. Lübberink (Konzernbevollmächtigter NRW), Ralf Thieme (Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG), OB Sören Link, Udo Sieverding (Abteilungsleiter ÖPNV im Verkehrsministerium NRW), Anke Goldbaum-Adam und Iljan Seiler (Projektleitung).
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe, die Bahn bittet zur Pressekonferenz. Das Gruppenbild zum Bergfest (v.l.n.r.): Marc Nüßen (Abteilungsleiter Fördermanagement/Infrastrukturentwicklung beim VRR), Klaus Oberheim (Bahnhofsmanager), Werner J. Lübberink (Konzernbevollmächtigter NRW), Ralf Thieme (Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG), OB Sören Link, Udo Sieverding (Abteilungsleiter ÖPNV im Verkehrsministerium NRW), Anke Goldbaum-Adam und Iljan Seiler (Projektleitung).© FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe.
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe.© FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe.
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe.© FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Gleisaufbau Duisburger Hauptbahnhof Stand Oktober 2025
Am 13. Oktober 2025 werden die Gleise 5 bis 9 wieder für den Verkehr freigegeben. Die Hälfte der Bauarbeiten ist erledigt, vier der sechs Bahnsteige sind mit dem Wellendach überdacht.© Denise Ohms Funkegrafik NRW | Denise Ohms
Duisburg240500674 Luftbild
19. Januar 2026: Vier der sechs Bahnsteige sind saniert, das neue Wellendach über den vier modernisierten Bahnsteigen ist geschlossen. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
19. Januar 2026. Hier gut zu erkennen: Der neuen Glasfassade fehlen noch die Scheiben der untersten Reihe. Das ändert sich während der Streckensperrung im Kreuz Kaiserberg vom 9. Januar bis 6. Februar.
19. Januar 2026. Hier gut zu erkennen: Der neuen Glasfassade fehlen noch die Scheiben der untersten Reihe. Das ändert sich während der Streckensperrung im Kreuz Kaiserberg vom 9. Januar bis 6. Februar.© FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Fassade Hauptbahnhof Duisburg
19. Januar 2026: Montagearbeiten an der neuen Fassade. Bauarbeiten setzen während der vierwöchigen Streckensperrung im Kreuz Kaiserberg mit einem Kran und Hubsteigern Scheiben in der untersten Reihe der Fassade ein.  © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Dach Welle Duisburg Hauptbahnhof
Während der Sperrung entfernen Fachleute der Firma SEH Engineering an Bahnsteig 6 planmäßig die Verkleidung der Unterdecke, um Revisionsklappen einzubauen. © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Dach Welle Duisburg Hauptbahnhof
Zeitgleich bekommt das erste sanierte „Essener Dach“ eine neue Abdeckung und seitliche Verblendungen.© FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Modernisierung des Duisburger Hauptbahnhofs
Startschuss für die Erneuerung des nächsten Bahnsteigs: Seit dem Abend des 6. Februar ist der Bahnsteig 2 mit den Gleisen 3 und 4 für etwa ein Jahr gesperrt. Zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 wird auch dieser Bahnsteig anfahrbereit sein. © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Der Umbau dauert bis 2028. An Gleis 1 können sich Fahrgäste noch den alten Hauptbahnhof anschauen – dieser Bahnsteig und die Fassade dort werden zuletzt saniert.
Der Umbau dauert bis 2028. An Gleis 1 können sich Fahrgäste noch den alten Hauptbahnhof anschauen – dieser Bahnsteig und die Fassade dort werden zuletzt saniert. © WAZ | pw

An Backwerk schätzen Kunden aber auch die Preise der Kette (350 Filialen). Valora darf den Franchise-Nehmern zwar nur einen Maximalpreis vorschreiben. Die Konkurrenz wird aber nach Möglichkeit unterboten. Den Caffè Crema von Tchibo gibt es ab 1,90 € (S) und auch mit Hafermilch, ein Butter-Schokobrötchen kostet 1,60 €, ein mit Gouda, Salat und Gurke belegtes Brötchen 2,50 €, ein warmes „Piazzabrötchen Thunfisch“ 1,90 €. Das klingt im Vergleich zu den Preisen vor drei, vier Jahren nicht gerade nach einem Schnapper, ist aber inzwischen günstiger als in vielen anderen Backshops.

Sitzplätze und bald eine Außenterrasse

Backwerk wurde 2001 als „Erfinder der Selbstbedienungsbäckerei“ gegründet, will aber das SB- und Billig-Image abschütteln. Das neue Konzept sei „zeitgemäß“ und verbinde „Frische, Qualität und Effizienz“, wirbt das Unternehmen. Darum bietet die Express-Filiale in wertig anmutendem Design auch all jenen ein Plätzchen, die es nicht so eilig haben: Im 240 Quadratmeter großen Ladenlokal – die Fläche wurde verdoppelt – ist auch ein kleines Café mit etwa 30 Sitzplätzen untergebracht. „Wir wollen sogar noch eine Außenterrasse umsetzen“, kündigt Sebastian Laakmann an.

Mehr über den Hauptbahnhof Duisburg:

Das Backwerk-Sortiment füllt die Convenience-Lücke im Hauptbahnhof, an Backwaren mangelt es indes nicht: Im Bahnhof kämpfen Kamps, „Kamps my Deli“, Le Crobag und Ditsch (gehört auch zur Valora-Gruppe) um Kundschaft, auf dem Bahnhofsvorplatz in Neudorf der im Mai 2025 eröffnete „Back-Kiosk“ und „Müller‘s Bäckerladen“.

„Müller‘s Bäckerladen“ fürchtet Backwerk nicht

Die 1881 in Duisburg gegründete Bäckerei und Konditorei Müller hatte die heutige Backwerk-Fläche früher selbst einmal von der Bahn angemietet. „Dann hat uns die Bahn aber die Fläche gekündigt“, erklärt Bäckermeister und Müller-Geschäftsinhaber Justin Singh. Daraufhin eröffnete dann Backwerk auf der Fläche. „Damals haben überall in Deutschland Backwerk-Filialen in den Bahnhöfen eröffnet“, erinnert sich Singh.

Bäckerei Müller
Bäckermeister Justin Singh ist Inhaber der Duisburger Traditionsbäckerei Müller. Auch „Müller‘s Bäckerladen“ ist am Hauptbahnhof vertreten.© FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Ende 2021 eröffnete die Duisburger Traditionsbäckerei, die 16 Filialen betreibt, am Bahnhofsvorplatz in den ehemaligen Räumen der Disco „Tüt-Ei“, neben dem Kino. Das Café liegt direkt gegenüber von Backwerk. „Wir sind sehr zufrieden mit den Räumen, hier haben wir mehr Platz, es ist gemütlicher als im Bahnhof“, sagt Singh.

Die neue alte Konkurrenz durch Backwerk fürchtet der Chef der Handwerksbäckerei nicht: „Klar verkaufen die auch Kaffee, aber bei den Backwaren haben wir das große Sortiment von verschiedenen Broten bis hin zu Torten. Bei uns backen jede Nacht Bäcker frisch in der Backstube an der Neudorfer Straße, bei Backwerk backen sie ihre Ware nur auf.“ Singh setzt auf seine Stammkunden und Handwerksqualität. Und viel günstiger sei Backwerk im Vergleich gar nicht, meint der Chef.

Ein stichprobenartiger Vergleich: Das belegte Käsebrötchen kostet bei Backwerk 2,50 €, bei Müllers 2,70 €. Das Schokostütchen ist mit 1,20 € bei Müllers sogar 40 Cent günstiger.

Hinter Backwerk steckt der Weltkonzern FEMSA

„Too Good To Go“ ist eine Smartphone-App, die Kunden mit Restaurants und Geschäften verbindet, die unverkaufte, überschüssige Lebensmittel haben und diese zu einem vergünstigten Preis an Selbstabholer verkaufen. So soll die Entsorgung noch verzehrbarer Lebensmittel reduziert werden.

Die Backwerk-Filiale am Bahnhofsausgang musste wegen der Sanierung der Gleishalle und der Fassade 2022 vorübergehend schließen.

Backwerk, 2001 gegründet, gehört seit 2017 zur Valora-Gruppe. Diese betreibt Marken wie „k kiosk“, Brezelkönig, Ditsch, Press & Books, avec, Caffè Spettacolo und Frittenwerk, die Eigenmarke „ok.–“ und die Finanzierungsanbieterin bob Finance sowie digitale Services.

Die Valora-Gruppe mit Firmensitz in Muttenz in der Schweiz ist die europäische Retaileinheit von Fomento Económico Mexicano, S.A.B. de C.V. (FEMSA). Der mexikanische Konzern beschäftigt 390.000 Mitarbeitende in 18 Ländern.