Seit Wochen beschweren sich Anwohner in Duisburg über Rauchwolken, Lärm und weitere Folgen des Ansturms auf den beliebten Toeppersee – jetzt ist die Situation auch im Umgang mit der Polizei eskaliert.

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Am Sonntag, 12. April, sind Beamte gleich zweimal zur Grillwiese am Ende der Bergheimer Straße in Rumeln-Kaldenhausen ausgerückt. Das bestätigt Sprecherin Caroline Schlachzig gegenüber der Redaktion.
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Hunderte Besucher am Toeppersee: Polizei Duisburg rückt zweimal an
Zuerst riefen Anwohner gegen 14 Uhr die Polizei, weil sie sich von Grillern gestört fühlten. Die Behörde stellte vor Ort tatsächlich eine „größere Menschenansammlung“ fest, wie Schlachzig sagt. Innerhalb von vier ausgewiesenen Zonen ist das Grillen aber erlaubt.

Problematisch war daher eher, dass Autos auf der Wiese standen. Das ist verboten, wie Schilder zeigen. Außerdem versperren Poller die Zufahrt – diese seien aber heruntergeklappt worden. „Die Pkw wurden entfernt und die Lage blieb verhältnismäßig ruhig“, erklärt Schlachzig.
Letzteres änderte sich aber im Laufe des Nachmittags. Um 18.15 Uhr trafen Polizisten erneut an der Wiese ein – diesmal mit mehr Kräften und mehreren Einsatzwagen. Wie viele genau, verrät das Präsidium nicht. Nachbarn haben sechs Fahrzeuge gezählt.
Etwa 200 Menschen hielten sich im Umfeld der Wiese auf, erklärt die Polizeisprecherin. Der Bereich sei stark vermüllt gewesen. Zudem standen schon wieder zwei Autos hinter den Pollern im verbotenen Bereich.
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Griller werden aggressiv und hinterlassen ein Chaos
Dieses Mal ließ sich das Problem aber nicht dadurch lösen, die Besucher auf ihre Vergehen anzusprechen. „Sie verhielten sich unkooperativ und aggressiv gegenüber der Polizei. Deswegen wurde der ganze Bereich geräumt und es wurden Platzverweise erteilt.“ Bis 19.30 Uhr habe es gedauert, ehe sich die Lage beruhigte. Eine Viertelstunde später rückten die Beamten ab.
Trotzdem hinterließen die Menschenmengen deutliche Spuren. Müllcontainer quollen über, mehrere Grills und Tüten blieben auf der Wiese stehen, sogar Tische und Stühle wurden offenbar nicht weggeräumt, wie Fotos einer Nachbarin zeigen. Auch Montagmorgen sei das Chaos noch nicht beseitigt gewesen.

Anwohner kämpfen mit Online-Petition für ein Grillverbot
Die Ereignisse des vergangenen Sonntags schlagen bei Anwohnern in eine empfindliche Kerbe. Seit Jahren regen sie sich über die Besuchermassen am See auf. Erst kürzlich hat sich die Nachbarschaft vernetzt und die Probleme öffentlich angeprangert. Inzwischen kämpfen sie mit einer Petition für ein generelles Grillverbot. Innerhalb von zwei Wochen haben knapp 1800 Nutzer unterschrieben.
Die Stadt Duisburg erkennt, dass die Menschenmengen zu groß werden, und will dagegen vorgehen. Sie plant, drei von vier Grillzonen am Ufer zu streichen. Die große Grillwiese, um die sich häufig der Ärger dreht, will das Rathaus nur verkleinern, aber erhalten.








