Ein 24-Jähriger ist in Duisburg vor der Polizei geflüchtet. Dabei baute er gleich mehrere Unfälle, zudem steht er unter Verdacht, Drogen genommen zu haben – und eine Fahrerlaubnis besitzt er auch nicht. Die wilde Fahrt soll laut der Polizei am Donnerstagabend erfolgt sein.

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Der junge Mann war gegen 18.30 Uhr mit einem weißen Mercedes C63 AMG auf der Plessingstraße unterwegs, zunächst mit normaler Geschwindigkeit, berichten die Beamten. Als er an einer roten Ampel hinter sich einen Streifenwagen bemerkte, gab er unvermittelt Gas und bog auf die Schwanenstraße ab. Dabei überfuhr er eine rote Ampel. Die Beamten folgten dem Flüchtigen bis zur Steinschen Gasse, in die der Mercedes einbog.

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Mercedes-Fahrer flieht nach Unfall zu Fuß – und wird doch festgenommen

In Höhe des Friedrich-Wilhelm-Platzes kollidierte der Mercedes mit einem grauen VW Golf einer 28-Jährigen. Infolge des Zusammenstoßes klagte sie über Schmerzen. Der AMG war nicht mehr fahrbereit, die Flucht damit aber nicht beendet: Zu Fuß ging es für den 24-Jährigen weiter. Die Einsatzkräfte hefteten sich an seine Fersen.

An der Untermauerstraße gelang es den Einsatzkräften, ihn einzuholen, ihm die Handschellen anzulegen und ihn vorläufig festzunehmen. Im Rahmen der Unfallaufnahme stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Mann auf seiner Flucht an der Steinschen Gasse mit einem weiteren Fahrzeug zusammengestoßen war. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten die Polizisten das Handy und den Mercedes als Beweismittel.

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Ohne Führerschein und auf Bewährung

Die Polizei führte aufgrund von Verdachtsmomenten einen Drogenvortest durch. Dieser reagierte positiv auf THC. Die Einsatzkräfte brachten den Mann daraufhin zur Wache, wo ein Arzt ihm eine Blutprobe entnahm. Damit nicht genug: Eine Überprüfung seiner Personalien ergab, dass der 24-Jährige zudem keine gültige Fahrerlaubnis besitzt und auf Bewährung ist.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg wurde er noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt und muss sich nun mit einem Strafverfahren – unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, illegalen Kraftfahrzeugrennens, fahrlässiger Körperverletzung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unerlaubten Entfernens vom Unfallort – auseinandersetzen.

Das Verkehrskommissariat 22 hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeuginnen und Zeugen, die das Unfallgeschehen beobachtet haben, sollen sich unter 0203/2800 bei der Polizei melden.