Schon wieder kann das Freibad Homberg nicht rechtzeitig zum Sommerbeginn öffnen. Wie die Stadt Duisburg am Donnerstag mitteilte, muss das Sportbecken repariert werden. Und das kostet nicht nur eine Menge Geld, sondern dauert auch mehrere Monate.

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Nach der Frostperiode hat die Stadt das Becken geleert und den Zustand des Bodens und der Wände genau geprüft. „Dabei stellte sich heraus, dass der Belag in großen Bereichen beschädigt und teilweise lose ist“, heißt es in einer Mitteilung.

Freibad Homberg kann vermutlich erst im Spätsommer öffnen

Statt allein die Schäden auszubessern, hat sich das Rathaus für eine umfangreiche Sanierung entschieden, „weil punktuelle Reparaturen den Anforderungen nicht gerecht würden“. Der alte Belag wird abgebaut und eine neue Folienauskleidung wird installiert, die widerstandsfähig sowie chlor- und UV-beständig ist. „So wird das Sportbecken langfristig stabil, pflegeleicht und widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen.“

Im Sportbecken des Homberger Freibads sind plötzlich große Schäden aufgetaucht.
Im Sportbecken des Homberger Freibads sind plötzlich große Schäden aufgetaucht.© FUNKE Foto Services | Hans Blossey

Zumindest kurzfristig dürfte das Projekt aber viele Sportler und Badegäste enttäuschen. Nach Angaben der Stadt dauern die Arbeiten voraussichtlich rund 16 Wochen – wenn das Wetter mitspielt, denn die Folie kann nur bei Trockenheit verlegt werden.

Damit wird 2026 eine kurze Freibadsaison für die Homberger Einrichtung. Denn mit dieser Prognose dürfte sie frühestens Anfang August öffnen. Vorausgesetzt, die Arbeiten starten sofort und es regnet nicht zu viel.

Sanierung kostet 600.000 Euro

Besonders bitter: Erst vor einem Jahr ist das Bad umfassend saniert worden. Die Stadt ließ den Eingangsbereich umbauen, ein neues Kassenhaus errichten, eine Drehkreuzanlage installieren und die Fahrradabstellplätze erneuern. 850.000 Euro kostete das Projekt. Die jetzt bevorstehende Sanierung schlägt noch mal mit voraussichtlich 600.000 Euro zu Buche.

An heißen Tagen strömen bis zu 3000 Badefans zur Schillerstraße. Doch es ist nicht das erste Mal, dass sie darauf länger warten müssen als bei anderen Bädern der Stadt. 2023 öffnete die Homberger Einrichtung erst Ende Juni – eineinhalb Monate später als geplant –, weil es an Bademeistern mangelte. Im Jahr darauf öffnete es zwar pünktlich Anfang Mai, aber zunächst nur vormittags, weil das Wetter lange nicht mitspielte.

Homberger haben nicht viele Alternativen in der Nähe

Um an der frischen Luft zu planschen und Bahnen zu ziehen, müssen Hombergerinnen und Homberger jetzt längere Wege in Kauf nehmen. Auf Duisburgs linker Rheinseite gibt es nur ein weiteres Freibad: das am Kruppsee in Friemersheim. Weitere Alternativen sind das Allwetterbad in Walsum, das Underberg-Freibad in Rheinberg und das Naturfreibad Bettenkamper Meer in Moers.

In den drei großen linksrheinischen Seen (Toepper, Uettelsheimer und Lohheider See) ist das Baden verboten.