Zusammenfassung
- Eigentlich hatte es Elisabeth Jakubowski aus Duisburg nicht auf den Stuhl bei „Wer wird Millionär?“ geschafft
- Dann überrascht ihre Tochter sie mit der Teilnahme am Oster-Special
- Jetzt ist die 86-Jährige die älteste Teilnehmerin, mit der es Günther Jauch in seiner Quizshow je zu tun hatte
Sie ist schlagfertig, gewitzt, und sie zockt. Nebenbei enttarnt sie Wissenslücken bei Moderator Günther Jauch. Am Ende geht sie mit einer fünfstelligen Summe nach Hause – und das als älteste Kandidatin, die jemals bei der Quizshow „Wer wird Millionär?“ angetreten ist. Ihr Name: Elisabeth Jakubowski aus Duisburg.

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Dabei hatte sie es eigentlich gar nicht auf den Stuhl geschafft: Ein paar Wochen zuvor war die rüstige Seniorin in einer regulären Sendung an der Auswahlfrage gescheitert. Dann die Überraschung: Ein Videoanruf von der Tochter. „Wo bin ich gerade, was meinste?“, begrüßt sie ihre Mutter. Die erkennt das Studio sofort: „Bei ‚Wer wird Millionär?‘.“ Das ist Jauchs Stichwort, er verlässt sein Versteck hinter Elisabeth Jakubowskis Tochter. Ob sie Lust hat, beim großen Oster-Special mitzumachen?

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Rekord: Duisburgerin ist älteste Kandidatin bei „Wer wird Millionär?“
Was für eine Frage. RTL lässt sie zu „We are young“ ins Studio einlaufen, begleitet von Tochter Ute, dem Kopf hinter der WWM-Überraschung, und Enkelin Anna. „Man soll ja bei Frauen grundsätzlich nicht über das Alter sprechen, aber da geht sie sehr offen mit um“, kündigt Günther Jauch sie an. „Sie ist 86 Jahre alt und damit die älteste Kandidatin, die wir je bei WWM hatten.“ 16.000 Euro gilt es zu toppen: Die hat am Vorabend der älteste Kandidat geholt, mit 91 Jahren.
Ein aggressionsfreier Kanzler ist „Friedrich friedlich“, aufgewickelte Wolle ein Knäuel: Die ersten Fragen wärmen die Duisburgerin höchstens auf; immerhin hatte sie in ihrer ersten Sendung gefröstelt. Worüber sie sich beschwerte, wie Jauch verrät: Wegen der Kälte im Studio habe die Arthrose in den Fingern sich so stark bemerkbar gemacht, dass Jakubowski bei der Auswahlfrage die Tasten nicht schnell genug drücken konnte. „Das ist die dreisteste Ausrede, die es je gegeben hat“, sagt der Moderator schmunzelnd.
Das ist die dreisteste Ausrede, die es je gegeben hat.
Günther Jauch
Jetzt ist die Duisburgerin auf dem Stuhl – und unterfordert. „Der Name eines über 5000 Meter hohen Vulkans in Mexiko endet auf –catépetl und beginnt mit …?“ Nicht das einzige Mal antwortet die Kandidatin schon, bevor das Display die Antwort anzeigt. „Popo!“ Das nächste Mal ist das der Fall, als nach der nächsten Textzeile in Udo Jürgens‘ Hit „Mit 66 Jahren“ gefragt wird. „Hat man Spaß daran“, kommt ohne Zögern. Spätestens jetzt ist auch dem Publikum klar: Mit 86 (!) ist noch lange nicht Schluss.
Bei dieser Frage braucht die 86-Jährige den ersten Joker
Fragezeichen auf Jakubowskis Gesicht tauchen bei der 4000-Euro-Frage auf: „Bei welchem Trio stehen die Farben Rot, Weiß und Blau jeweils für eines seiner Mitglieder?“ Den ersten von vier Jokern später (zum Oster-Special gibt’s einen gratis dazu) hat das Publikum ihr die richtige Antwort verraten: Es sind die drei Fragezeichen – und nicht etwa die drei Musketiere.

Um die geht’s dafür ein paar Fragen und Joker später nochmal. Auf dem Weg dahin deckt die 86-Jährige aus Duisburg im Vorbeigehen eine Wissenslücke beim sonst beinahe allwissenden Günther Jauch auf: Den Mathematiker Fibonacci „kenn’ ich gar nicht“, bei der Dürrenmatt-Frage nach den Physikern hilft dafür ein freiwilliger Joker aus dem Publikum aus.
Bei der 32.000-Euro-Frage muss Elisabeth Jakubowski passen. „Wobei wird immer häufiger der sogenannte xG-Wert analysiert? A) Vorsorge, B) Fußball, C) Musikcharts, D) Lottoziehung.“ Jauch versucht den Steilpass: „Ich bin davon überzeugt, dass Sie das nicht wissen.“ Ihr Telefonjoker allerdings auch nicht. Dafür der Zusatzjoker. Aber: Jetzt sind alle Joker weg.
Plötzlich zockt die Duisburgerin bei „Wer wird Millionär?“ – ohne Joker
Gibt sie jetzt eine falsche Antwort, sind die erspielten 32.000 Euro weg – und die Kandidatin fällt auf 500 Euro zurück. Die meisten gehen an dieser Stelle auf Nummer sicher. Nicht so Elisabeth Jakubowski: Sie zockt. Gut, dass sie die geschockten Gesichter von Tochter und Enkelin hinter ihrem Stuhl nicht sehen kann.
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Die Frage: „Wann verunglücken der offiziellen Unfallstatistik zufolge hierzulande die meisten Senioren im Straßenverkehr? A) montags, 8 bis 9 Uhr, B) dienstags, 18 bis 19 Uhr, C) freitags, 11 bis 12 Uhr, D) samstags, 22 bis 23 Uhr.“ Das kann man mal gelesen haben. Oder man macht es wie Elisabeth Jakubowski: Freitags von 11 bis 12, „da gehen die auf den Markt. Oder einkaufen.“ Montags? Zu früh, „Senioren schlafen gern lang“. Samstags? Zu spät, „da turnen die nicht mehr rum.“ Was hatte die Dame eingangs über sich selbst gesagt? „Jung bin ich nicht mehr, aber leichtsinnig schon.“ Doch das Risiko zahlt sich aus: C ist richtig. 64.000 Euro sind der Duisburgerin in diesem Moment sicher.
WWM: Bei 125.000 Euro verlässt die Duisburgerin der Zockermut
Dabei bleibt es. Denn bei der 125.000-Euro-Frage hat Jakubowski zwar den richtigen Riecher: „Wobei werden die beiden Grundformen Butterfly und Mushroom unterschieden? A) Popcorn, B) Pralinen, C) Baked Beans, D) Chicken Nuggets.“ Popcorn, ist sie sicher. Aber nicht sicher genug, um nochmal zu zocken.
Ob ihr Mann vom Gewinn etwas abbekommt, will Günther Jauch noch wissen. 64.000 Euro sind schließlich eine Menge Geld. Da beweist die älteste Kandidatin in der Geschichte der TV-Sendung noch mal ihre Schlagfertigkeit: „Der hat doch selbst genug. An mir hat der doch schon was.“
Duisburgerin bei „Wer wird Millionär?“: Hier können Sie die Folge sehen
Die Folge „Wer wird Millionär?“ mit Elisabeth Jakubowski ist im Streaming bei RTL+.de zu sehen.
Im Fernsehen ausgestrahlt wurde der Auftritt der Duisburgerin im Oster-Special am Ostermontag.





